Nachhaltige, gesunde Schokolade neu gedacht | Kakao aus der ganzen Frucht ohne Zuckerzusatz

Schoko im Zwiespalt

Schokolade pendelt bei vielen Menschen zwischen Genuss- und Vernunftspol. Den meisten schmeckt sie extrem gut, doch sie ist nicht nur reich an Kalorien, sondern in hellen Varianten auch an Zucker.
Mit ihrer Produktion gehen in der Regel zudem ein hoher Ressourcenverbrauch und kritische Arbeitsbedingungen in den Anbauländern einher.

Glücklicherweise entstehen seit ein paar Jahren immer mehr Ansätze, die gegen das Schoko-Dilemma angehen. Elemente davon sind Fairtrade, der Austausch von Kakao durch fermentierte Sonnenblumenkerne (siehe Start-up ChoViva, Produkt z. B. in der leckeren Jokolade mit Karamell-Haselnüssen* verarbeitet) oder auch die Nutzung der gesamten Kakaofrucht.

Auf letzteres gehen wir in diesem Artikel genauer ein. Denn durch die Verwendung des Fruchtfleisches verbessert sich nicht nur die Öko-Bilanz, sondern auch Geschmack, Zutatenlogik und die Rolle von Kakao als Teil einer nachhaltigen, biobasierten Ernährung.

Die Kakaofrucht als Rohstoff neu betrachtet

Die Kakaofrucht als neuer Inhaltsstoff für Lebensmittel

Kakaokern + Kakaofleisch | Ein ungleich genutztes Duo

In der klassischen Schokoladenherstellung wird fast ausschließlich der Kakaokern verarbeitet. Das Fruchtfleisch, das die Bohnen umgibt, bleibt häufig ungenutzt, obwohl es einen erheblichen Teil der Frucht ausmacht.

Dabei besitzt das Kakaofleisch von Natur aus eine milde, fruchtige Süße und enthält pflanzliche Bestandteile, die im Endprodukt sonst fehlen.

Warum das Kakaofleisch lange keine Rolle spielte

Das Fruchtfleisch weist im Vergleich zum Kern Nachteile auf: Es ist von Natur aus empfindlicher und nicht lange haltbar.

Erst moderne Verarbeitungsverfahren ermöglichen es, diesen Teil der Kakaofrucht kontrolliert, hygienisch und in gleichbleibender Qualität zu nutzen. Auf diese Weise wird aus einem Neben- oder sogar Abfallprodukt ein wichtiger Inhaltsstoff für verschiedene Lebensmittel, die von Schokolade bis zu koffeinhaltigen Bio-Limonaden (z. B. in diesen Koawach-Getränken*) reichen.

Nachhaltigkeit durch vollständige Nutzung der Kakaofrucht

Mehr Nachhaltigkeit im Lebensmittelsektpr durch Nutzung von Neben- und Abfallprodukten, ein Teil von Bioökonomie

Bioökonomie praktisch umgesetzt

Die Verarbeitung der gesamten Kakaofrucht ist ein anschauliches Beispiel für die Bioökonomie: Statt zusätzliche Rohstoffe einzusetzen, wird ein vorhandener pflanzlicher Rohstoff konsequent genutzt.

Das reduziert Abfall, steigert die Wertschöpfung pro Pflanze und optimiert den ökologischen Fußabdruck. Im Fall der Kakaofrucht haben wir es darüber hinaus mit einer Verbesserung des Geschmacks zu tun.

100% Kakao | Ein neues Verständnis von Geschmack

So schmeckt die Kakaofrucht

Warum die dunkle Schokolade mit Kakaofruchtfleisch nicht bitter ist

Viele verbinden 100-prozentige Kakaoschokolade mit extremer, ungenießbarer Bitterkeit – im Regelfall liegt man damit ja auch komplett richtig.

Wird jedoch auch das Kakaofleisch verarbeitet, entsteht ein anderes Gleichgewicht. Die natürliche Fruchtsüße mildert Bitterstoffe, ohne sie zu überdecken.

Wie sich das Aromaprofil verändert

Das Ergebnis ist eine Schokolade, die vollständig aus Kakao besteht, keinen zugesetzten Zucker benötigt und dennoch rund, ausgewogen und überraschend mild schmeckt. Der Geschmack wirkt klar, intensiv, aber nicht aggressiv.

Gesundheitliche Einordnung (ohne Übertreibung)

Wie gesund ist das Fruchtfleich von Kakao in dunkler Schokolade wirklich?

Weniger Zucker, mehr ursprünglicher Kakao

Kakao enthält sehr wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die häufig im Zusammenhang mit antioxidativen Eigenschaften genannt werden. In großen Mengen findet man diese unter anderem auch in Heidelbeeren, Olivenöl, Grünkohl, Zwiebeln und Artischocken.

Durch die Nutzung des Kakaofleischs bleibt ein größerer Teil der ursprünglichen Pflanzenstruktur erhalten.

Genuss bleibt Genuss

WICHTIG | Realistische Einordnung!

Auch diese Schokolade ist ein Genussmittel. Ihr Vorteil liegt nicht in Heilsversprechen, sondern in einem funktionaleren Konzept aus weniger Zucker, mehr Kakao, weniger Verarbeitung.
Sie ist also durchaus gesünder als ihre hellen Pendants, aber für einen hohen Konsum an sekundären Pflanzenstoffen solltest du dennoch vor allem auf grünes Blattgemüse, dunkle Beeren, frische Kräuter & Co. setzen.

Eigene Erfahrung | 100% Vivani Schokolade mit Kakaofrucht schmeckt!

Unser Testsieger! Diese 100% Kakao Schokolade mit Kakaofruchtanteil empfehlen wir

Da wir mit den Bio-Schokoladen von Vivani* bisher immer gute Geschmackserfahrungen gemacht haben und die Brand auf dem deutschen Markt als einzige eine 100%-Kakaotafel mit Fruchtfleisch und ohne Zuckerzusatz anbietet, haben wir die Whole Cocoa Fruit gleich mehrfach getestet.

Besonders freudig haben wir vor allem die Ausgewogenheit wahrgenommen: natürlich sehr kakaoig und leicht bitter, aber weich und mit einer feinen fruchtigen Note. Keine aggressive Bitterkeit, keine aufdringliche Süße, keine trockene Krümelei.

Im Vergleich zu klassischer 100-%-Schokolade* finden wir sie um Längen besser. Auch wenn sie nicht ganz billig ist, werden wir sie in unser Schoko-Snack-Standardsortiment aufnehmen.

Vergleich | Schokolade aus ganzer Kakaofrucht vs. klassische Zartbitterschokolade

| Aspekt | Ganze Kakaofrucht | Klassische Zartbitterschokolade  
Rohstoffnutzung vollständige Kakaofrucht hauptsächlich Kakaokern
Süße aus Kakaofleisch zugesetzter Zucker
Zuckergehalt nicht zugesetzt variabel, oft hoch
Geschmack mild, ausgewogen oft süß oder bitter
Nachhaltigkeit sehr hoch stark abhängig vom Produkt
Konzept biobasiert, ressourceneffizient klassisch

Warum Schokolade aus ganzer Kakaofrucht (hoffentlich) kein kurzfristiger Trend ist

Warum Schokolade aus ganzer Kakaofrucht (hoffentlich) kein kurzfristiger Trend ist

Langfristige Relevanz

Die vollständige Nutzung der Kakaofrucht greift mehrere Aspekte auf, die zumindest in Deutschland immer mehr in den Fokus rücken:

  • effizientere Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe
  • Reduktion von Zucker ohne Ersatzstoffe
  • wachsende Bedeutung biobasierter und veganer Lebensmittel
  • steigendes Interesse an transparenter Zutatenlogik

Neue Erwartungen an Schokolade

Schokolade wird zunehmend nicht nur nach Süße, sondern nach Herkunft, Verarbeitung und Rohstoffnutzung bewertet. Genau hier setzt der Whole-Fruit-Ansatz an.

FAQ | Häufige Fragen zu Schokolade aus der ganzen Kakaofrucht

Häufige Fragen zu Schokolade aus der ganzen Kakaofrucht

FAQ 1 | Was ist Kakaofleisch genau?

Kakaofleisch ist das Fruchtfleisch, das die Kakaobohnen umgibt. Es ist von Natur aus leicht süßlich und wird bei klassischer Schokolade meist nicht genutzt.

FAQ 2 | Ist Schokolade aus der ganzen Kakaofrucht zuckerfrei?

Ja, es wird kein Zucker zugesetzt. Die wahrgenommene Süße stammt ausschließlich aus dem natürlich enthaltenen Kakaofleisch.

FAQ 3 | Schmeckt 100% Kakao aus der ganzen Frucht wirklich mild?

Im Vergleich zu klassischer 100-%-Schokolade ja. Die natürliche Fruchtsüße gleicht Bitterstoffe aus und sorgt für ein rundereres Geschmacksbild.

FAQ 4 | Ist diese Schokolade automatisch gesünder?

Sie enthält weniger Zucker und mehr Kakao, bleibt aber ein Genussmittel. Ihr Vorteil liegt in der Zusammensetzung, nicht in medizinischen Effekten.

FAQ 5 | Warum ist diese Schokolade nachhaltiger?

Weil ein größerer Teil der Kakaopflanze genutzt wird, wodurch weniger Abfall entsteht und die Ressource effizienter verwertet wird.

Fazit | Nachhaltige Schokolade beginnt beim Rohstoff

Fazit zur Nutzung der Kakaofrucht in Schokolade

Die entscheidende Frage bei nachhaltiger Schokolade ist nicht, wie süß sie ist, sondern woher diese Süße stammt. Die Nutzung der gesamten Kakaofrucht zeigt, dass Genuss, Bioökonomie und Ressourceneffizienz kein Widerspruch sind.

Schokolade, die biobasiert gedacht ist und vorhandene Rohstoffe vollständig nutzt, steht für eine neue Qualität: weniger Verschwendung, mehr Substanz und ein Geschmack, der Erwartungen bewusst hinterfragt.


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