Nachhaltige Schuhe für Damen und Herren – Marken & Online Shops für Deutschland

Früher waren nachhaltige Schuhe rar gesät und rein optisch gesehen, nicht sehr ansprechend. Die Nachfrage steigt nach fair gehandelten, ökologischen und veganen Alternativen stetig an. Das ist auch im Bereich Schuhwerk nicht anders.

Wir schauen uns heute ethisch und ökologisch korrekte Alternativen an. Zudem verraten wir Dir, was nachhaltige Schuhe wirklich ausmacht und geben einen Überblick über Siegel, die Kunden mehr Transparenz bringen.

Außerdem haben wir eine Liste von nachhaltigen Schuhlabels und empfehlenswerten Online Shops zusammen gestellt.

👟 Faire und Nachhaltige Schuhe kaufen – Die besten Online Shops

Die Marken aus unserer Liste weiter unten könnt Ihr in diesen deutschen grünen Online Shops bestellen:

Shop Info

 
Avocadostore

 

muso-koroni
Muso Koroni
  • “vegan, fair, organic”
  • CO 2 neutraler Versand mit Recycling Verpackungen
mbaetz
mbaetz
  • “Fairtrade, Öko & Bio-Schuhe mit modernem Design kaufen”
waschbaer
Waschbär
  • Schöne Auswahl von Naturschuhen seit 2012
allbirds
allbirds
  • Die besonders beliebten und bequemen nachhaltigen Sneakers von allbirds gibt es nur im eigenen Online Shop
greenality
Greenality
  • Ca. 15 Brand für Frauen und Männer im Angebot
hessnaturHessnatur
  • Bio Damenschuhe & Bio Herrenschuhe in zeitlosen Designs von der Hessnatur Eigenmarke

👞 Marken Liste

Liste von nachhaltigen Schuhmarken

Veja – Schuhe mit V

Veja - Schuhe mit V Symbol an der SeiteDie momentan beliebteste nachhaltige Schuhmarke in Deutschland ist Veja. Hier kannst Du die Schuhe mit dem V Zeichen an der Seite drauf kaufen:

Was sind nachhaltige Schuhe?

Nachhaltig in Bezug auf Schuhe, was heißt das eigentlich? Das bedeutet, dass die Treter auf pflanzlich gegerbtes Leder und Bio Baumwolle setzen. Auch Naturkautschuk, andere natürliche Materialien oder recyceltes Kunstleder können zum Einsatz kommen.

Nachhaltige Schuhe sollten ökologisch gesehen wertvoll sein und die Umwelt nicht belasten. Gar nicht so einfach, schließlich gibt es viel Verbesserungspotenzial, wenn es um die Schuhproduktion geht. Das gilt übrigens auch für faire Bedingungen. Schließlich sorgen am Anfang und Ende der Produktionskette Menschen dafür, dass die schicken Treter die Füße schmücken.

Vegane und faire Naturschuhe

Nachhaltige Schuhe übernehmen Verantwortung, in Sachen Natur und fairer Herstellung. Die Stichwörter sind Fairtrade, ethisch, ökologisch und Bio. Auch vegane Alternativen werden immer häufiger angefragt, um auch den Tierschutz zu unterstützen.

ethletic faire sneaker
Faire vegane Sneaker von Ethletic

Worauf kommt es an?

Jeder, der sich über nachhaltige Schuhe informiert, stolpert zunächst über die Frage: „Was zeichnet nachhaltige Schuhe aus?“ Tatsächlich ist die Antwort darauf komplizierter als gedacht. Es gibt viele Faktoren, die bestimmen, wie „grün“ und verantwortungsbewusst ein Schuh wirklich ist, wenn es um die gesamte Wertschöpfungskette geht. Schließlich müssen dabei Kriterien von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zur Auslieferung im Blick behalten werden.

Folgende Faktoren bestimmen die Nachhaltigkeit der Schuhe:

  1. Materialien
    Die Rohstoffe sind bei der Begutachtung nachhaltiger Schuhe besonders wichtig. Sie stellen die Ausgangsbasis für ein qualitativ hochwertiges Produkt dar. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit sollten ausschließlich Materialien verwendet werden, die im ökologischen Sinne stehen. Hier können recycelte Werkstoffe ebenso wie natürliche Rohstoffe in Betracht kommen. Wenige Beispiele sind Baumwolle, Naturkautschuk, Leder und recyceltes Kunstleder.
  2. Produktion
    Bei der Produktion läuft erfahrungsgemäß vieles falsch. Die Verarbeitung der Rohstoffe setzt nicht selten auf giftige Substanzen. Mit diesen kommt unter Umständen nicht nur der Endkonsument in Kontakt, sondern auch die Mitarbeiter während der Schuhproduktion. In einigen Ländern, in denen umfangreiche Umweltgesetze fehlen, werden die Abfallstoffe, die Chrom oder Färbemittel enthalten können, einfach in die Flüsse geleitet. Das belastet am Ende auch die Gesundheit zahlreicher Menschen.
  3. Versand und Logistik
    Ein Schuh, der in Indien gefertigt wurde, muss über viele Umwege nach Deutschland gelangen. Dafür ist ein hoher Versand- und Logistikaufwand erforderlich. Zahlreiche Lastwagen, Schiffe und Lieferfahrzeuge sorgen dafür, dass die Endkonsumenten ihre Schuhe nach Hause geliefert bekommen. Eine Produktion in Deutschland kann viele unnötige Lieferwege vermeiden.
  4. Ethische Behandlung der Angestellten
    Hierzulande müssen Mitarbeiter vor Gefahren am Arbeitsplatz bewahrt werden. Regelmäßige Pausen und eine ausreichende Bezahlung sind ebenso selbstverständlich wie eine gute Behandlung der Mitarbeiter. Was in Deutschland und anderen EU-Ländern völlig normal ist, stellt sich an vielen Produktionsorten von Schuhen anders dar. Menschen, die unsere Schuhe fertigen, sollten dafür auch fair behandelt und entlohnt werden. Das Stichwort heißt dabei Sozialstandards.

Pflanzlich gerben: keine Chemie, kein Chrom, keine Schwermetalle

Insbesondere der Gerbprozess steht wiederholt in der Kritik. Kein Wunder, dabei kommt ein Mix schädlicher Substanzen zum Einsatz. Dabei geht es auch anders. Wir können viel von den alten Ägyptern lernen. Sie verstanden es, mit Akazienextrakt zu gerben. Die Römer setzten hingegen Eichenrinde ein. Aber Vorsicht: auch hier sollte der grüne Gedanke weitergeführt werden. Schließlich können pflanzliche Wirkstoffe ebenfalls die Umwelt belasten. Nämlich dann, wenn für die Gewinnung tropische Bäume gefällt werden. Auch eine Ausrichtung von Monokulturen kann für die Verwendung von pflanzlichen Gerbstoffen verfolgt werden, was ebenfalls nicht empfehlenswert ist.

Eine Alternative sind nachwachsende Rohstoffe. So können Tara, Valonea und Rhabarber angewendet werden, um Leder zu gerben. Noch ist der Einsatz von pflanzlichen Gerbstoffen nicht sehr verbreitet. Das liegt daran, dass dieses Verfahren mehr Zeit benötigt und mit Mehrkosten verbunden ist.

In Deutschland setzt sich das Unternehmen Ecopell für pflanzlich gegerbtes Leder ein. Informationen zu den strengen Richtlinien und Schadstoffanalysen sind auf der unternehmenseigenen Webseite nachzulesen.

Übrigens: der Gerbprozess ist notwendig, um das Leder vor der Verwesung zu bewahren. Ganz darauf verzichten, kann man also nicht.

Siegel geben Sicherheit

Häufig reicht es nicht, den Versprechen der Hersteller zu glauben. Siegel können für die nötige Sicherheit sorgen. Nachhaltige Schuhe sind mit verschiedenen Siegeln ausgestattet. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Kennzeichnungen.

  • Der Blaue Engel: das Siegel ist das erste und damit älteste Siegel, wenn es um die umweltschutzbezogene Kennzeichnung geht. Das Öko-Label steht für unbedenkliche Produkte. Es kommt auch bei Schuhen zum Einsatz.
    Mehr Informationen unter: www.Blauer-Engel.de
  • EU Ecolabel: die Blume signalisiert Verbrauchern, dass es sich um ein umweltfreundliches Produkt handelt. Dabei wird übrigens die gesamte Lebensdauer miteinbezogen.
    Mehr Informationen unter: www.eu-ecolabel.de
  • Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) setzt sich ebenfalls für gute Werte beim Schuhwerk ein. Das „Naturleder“ steht für eine umweltschonende, sozialverträgliche und schadstofffreie Herstellung.
    Mehr Informationen unter: www.naturtextil.de
  • CADS Logo: über Schadstoffe müssen Verbraucher informiert werden und das übernimmt unter anderem das CADS Logo. Hilfe dabei bekommt es von Herstellern, Handelsunternehmen, die sich in der Textil- und Schuhbranche engagieren und von Zulieferern.
    Mehr Informationen unter: https://www.cads-shoes.com/de/
  • FairTrade Label: Hier stehen Lebens- und Arbeitsbedingungen all derjenigen im Fokus, die an der Produktion beteiligt sind. Entsprechende Preise und Prämien unterstützen die Menschen. Zudem sind Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit untersagt. Das Fairtrade Siegel kommt vor allem bei Schuhen aus Baumwolle eine übergeordnete Rolle zu.
    Mehr Informationen unter: www.fairtrade-deutschland.de

Weniger Verschwendung, mehr Verantwortung und Fair Trade

Mit dem Tragen von nachhaltigen Schuhen kann ein bedeutender Beitrag für die soziale Gerechtigkeit und den Umweltschutz geleistet werden. Schließlich hört bei Mikroplastik der grüne Gedanke nicht auf. Was wäre, wenn wir weiterdenken würden und unseren Kleidungsstil genauso hinterfragen, wie die Massentierhaltung. Das hätte sicher für alle positive Auswirkungen. Der Konsument trägt schadstofffreie Materialien, die Arbeiter werden fair entlohnt, die Umwelt wird nicht mit giftigen Substanzen belastet.

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