Nachhaltige Yogamatte aus Kork, Naturkautschuk, Hanf, Flachs oder Bio-Baumwolle kaufen?

🧘‍♀️ Die besten veganen, langlebigen & schadstofffreien Yogamatten in Deutschland

Der Sieger aller nachhaltigen Yogamatten ist *Trommelwirbel: die Kommt-Ganz-Drauf-An-Matte. Bitte was?!

Das mag auf den ersten Blick vielleicht eine unbefriedigende Antwort sein, aber sie ist ehrlich. Wir wollen dir hier nicht den Xten Test vorstellen, bei dem fünf bis zehn Ökomatten miteinander verglichen werden und man dir dann den selbsternannten Sieger als DIE ultimative Yogamatte verkauft, die jeder haben sollte.

Stattdessen werden wir dir im Folgenden unterschiedliche Arten nachhaltiger Yogamatten vorstellen und explizit darauf hinweisen, für wen sie sich jeweils eignen.
Darüber hinaus nennen wir dir je Kategorie ein paar Hersteller bzw. Marken, mit denen wir selbst, Bekannte oder Freunde von uns gute Erfahrungen gemacht haben.
Du kannst dann für dich entscheiden, welche Öko-Matte es dir angetan hat. Schließlich ist ein umweltfreundlicher Untergrund für Yoga, Pilates & Co. nur dann perfekt, wenn er genau zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Bist du die Power-Yoga-Mieze, die vegan lebt und der bei den Übungen Schweiß aus jeder Pore tropft, wirst du eine Matte aus Schafswolle verfluchen. Ganz egal, wie nachhaltig sie auch sein mag. Sie wird kratzen, nass und rutschig sein und mit deinem Lifestyle, bei dem tierische Produkte Tabu sind, nicht übereinstimmen.

Und auch so wird es nicht passen: Du bevorzugst ruhige Stile wie Yin Yoga, verharrst also gern lang in Hund & in Cobra, bist ein Weltenbummler und möchtest gern überall praktizieren; und das natürlich auf deiner eigenen Matte. Dann wäre ein Modell aus Naturkautschuk zum Beispiel nicht empfehlenswert.
Auch solche Modelle sind zwar nachhaltig, aber im Vergleich zu anderen sind sie relativ schwer und sie nehmen im Koffer deutlich mehr Platz weg als eine aus Bio-Baumwolle.

Frau auf Yogamatte am Strand

⚠️ PVC und Naphthalin!

Ganz gleich, für welche Yogamatte du dich auch entscheidest, solltest du auf jeden Fall schon einmal darauf achten, dass sie nicht aus PVC (Polyvinylchlorid) besteht. Das thermoplastische Polymer steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Auch wenn wasserdichte Studienergebnisse dazu fehlen, muss man diese potentielle Gefahr ja nicht eingehen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Zusatzstoff Naphthalin. Auch dieser kann unter Umständen zu Erkrankungen beitragen. Und Weichmacher, die bei Tests immer wieder in Kinderspielzeug entdeckt werden, haben weder dort noch in einer Yogamatte was zu suchen. Sie können der Gesundheit ebenfalls schaden und sollten gerade in Verbindung mit Sport, wenn die Poren der Haut zur Wärme-/Kälteregulierung weit geöffnet sind, nicht mit von der Partie sein.

 

 🧘 Ressourcenschonende Bio-Yogamatten

Grundsätzlich kannst du deine Yogamatte natürlich auch für Pilates oder andere Bauch-, Beine- & Po-Übungen ausrollen. Auch hier solltest du lediglich darauf achten, dass die Matte mit dem Aktivitätslevel der Übungen matcht und du als Veganer nicht zu einer mit tierischen Bestandteilen greifst.

Die nachhaltigen Yogamatten unterscheiden sich grob in zwei Lager. Und zwar in solche, die aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind und anderen, bei denen die Hersteller auf Recycling setzen und etwa Kunststoffmüll ein zweites Leben schenken.

Darüber hinaus gibt es Hersteller, bei denen Nachhaltigkeit nicht beim Eco-Material endet, sondern die zudem großen Wert auf fairen Handel & Löhne, gute Arbeitsbedingungen und/oder auf eine Fertigung in Deutschland legen (made in Germany).

Biologische Yoga Matten aus Kork

Yogamatten aus Kork waren einige Zeiten irgendwie aus der Mode gekommen. Man suchte sie vergebens in hippen Studios und fand das Material höchstens noch bei den Eltern oder Großeltern als Bodenbelag vor. Diese Zeiten sind nun aber vorbei – zu Recht. Denn Kork ist ein umweltfreundliches Material, das sich hervorragend für Yogamatten eignet.

Warum? Korkmatten sind rutschfest, komplett recycelbar, sie sind superleicht und man kann sie im Nu zusammenrollen. Darüber hinaus kannst du sie nach einer schweißtreibenden Einheit unkompliziert mit einem feuchten Tuch reinigen und das natürliche Material ist sogar anti-allergisch.
Apropos Material: Das gewinnt man vom Korkbaum, der nach dem Ernten weiterwächst. Positiv hinzu kommt, dass die meisten Korkbäume in Portugal stehen und der Weg nach Deutschland damit ein relativ kurzer ist.

Korkmatte

Für wen eignen sich Korkmatten?

Die biobasierten Matten eignen sich vor allem für schweißtreibende Power-Yoga-Stunden, da sie besonders rutschest sind. Außerdem haben Weltenbummler ihre Freude mit ihnen, da sie das Reisegepäck nur minimal beschweren und platzsparend eingerollt werden können.

Gute Hersteller für vegane Kork-Matten sind u. a. diese: aGreenie, Secoroco und Yogaklar.

Nachhaltige Yogamatten aus Bio-Baumwolle

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Aufzucht von Baumwollpflanzen – konventionell & auch bio – viel Wasser verbraucht. Nichtsdestotrotz zählen wir die Bio-Variante zu den nachhaltigen Materialien. Gerade auch, weil beim ökologischen Anbau keine Herbizide und Pestizide zum Einsatz kommen und sie biologisch abbaubar ist.

Baumwollpflanzen

Auf glatten Untergründen sind Yogamatten aus Bio-Baumwolle nicht besonders rutschfest, dafür saugen sie aber sehr gut Feuchtigkeit auf. Sie sind leicht und du kannst sie ganz klein zusammenrollen oder falten. Außerdem taugen sie bei Bedarf auch als Strandlaken oder Duschhandtuch.

Empfehlung

Die organischen Baumwollmatten sind richtig für dich, wenn du ruhige Yogastile
(z. B. Ashtanga) praktizierst
und dir ein halbwegs rutschfester Untergrund zur Verfügung steht. Du kannst sie problemlos in einer kleinen Tasche verstauen und hast so auch auf Reisen Freude damit.

Namhafte Marken für diese Modelle: Elephant Yoga, Lotuscrafts.

Umweltfreundliche Yogamatten aus Bio-Naturkautschuk

Naturkautschuk, oder einfach auch nur Kautschuk, wird aus dem Milchsaft (Latex) unterschiedlicher Kautschukpflanzen und Kautschukbäumen gewonnen. Für die Art von Melkvorgang werden die Pflanzen oder ihre Wurzeln entweder ausgepresst oder man bedient sich an Bäumen, indem ihr Stamm angeritzt wird. Letzteres Verfahren wird mit Abstand am häufigsten angewendet.

Kautschukbaum, aus dem Milchsaft heraustritt

Bei der organischen Kautschuk-Variante kommen als natürlicher Rohstofflieferant ausschließlich Bäume & Pflanzen aus biologischem Anbau zum Einsatz. Yogamatten aus Naturkautschuk sind 100 % biologisch abbaubar, weich und sie können sogar in der Waschmaschine gereinigt werden.

Kautschukmatten sind zwar recht rutschfest, jedoch ist der Griff manchmal etwas klebrig. Viele Hersteller lösen dieses Problem mit einer hauchdünnen Schicht aus Baumwolle oder Mikrofaser; aus Erfahrung wissen wir, dass das eine richtig gute Kombi ist. Im Vergleich zu Modellen aus Kork oder Baumwolle, sind die aus Latex etwas schwerer und nicht so platzsparend zu verstauen.

Für wen ist sie geeignet?

Du stehst auf dynamische Power-Yoga-Einheiten, die dich ordentlich zum Schwitzen bringen? Musst deine Matte nicht um die ganze Welt, sondern nur mal in die Yogaschule tragen? Wenn ja, dann ist der weiche Untergrund aus natürlichem Kautschuk auf jeden Fall eine gute Wahl.

Viele Firmen bieten hiervon verschiedene tolle Modelle an, die nicht nur funktional, sondern auch richtig schick sind: Knallfarben, verrückte Muster usw. Es gibt sie z. B. von Luviyo, mantrafant Guru und Southern Shores.

Bio-Yogamatten aus Schurwolle

Hier haben wir sie: Die einzige Yogamatte, die wir euch vorstellen, die nicht vegan ist.

Wolle, Sport & Schwitzen klingt eventuell nicht nach einem harmonischen Dreiklang, doch das geht wirklich ziemlich gut zusammen. Sofern du dich für eine hochwertige Wollmatte entscheidest, ist sie auch leicht feucht nicht kratzig, sondern superflauschig und so perfekt für einen kalten, harten Untergrund.

Schaf auf Stroh

Nicht perfekt ist sie allerdings für eine Hot Yoga-Stunde, wo der Schweiß wirklich in Strömen fließt. Sie kann in der Regel zwar sogar bei 30 Grad in die Waschmaschine, doch du kannst sie natürlich nicht mal fix zwischen zwei Asanas reinigen.
Die Matten aus Schafswolle sind komplett biologisch abbaubar und je nach Farbe des Tieres kannst du sie in weiß, braun oder schwarz kaufen. Einige Firmen färben die Felle kunterbunt ein, doch darauf stehen wir persönlich nicht so.

Wer sollte sie kaufen?

Die Variante aus Tierhaar ist die richtige für dich, wenn du schnell frierst, eher in kühler Umgebung trainierst und du vor allem auf ruhige Yogastile stehst. Darüber hinaus sollte sie für dich in Frage kommen, wenn du die Matte nur ab und an transportieren musst. Schließlich ist sie relativ schwer und kann nicht mal schnell in die Handtasche geschmissen werden.
Du findest die naturbelassenen Matten in kleinen Yogastores in Berlin, Hamburg und München oder du orderst einfach bequem online.

Diese Hersteller können wir dir empfehlen: Bausinger, Alpenwolle, Lotus Design.

Yogamatten aus Hanf oder aus Flachs

Yogamatten aus Hanf oder Flachs haben im Grunde dieselben Eigenschaften und werden daher im Doppelpack näher angeschaut. Im Vergleich zu Baumwolle wird für die Aufzucht beider Pflanzen weniger Wasser benötigt und Pestizide braucht es nur selten. Bei der Bio-Variante natürlich sowieso nicht.

Hanfpflanzen

Fertigt man aus ihnen Yogamatten, sind diese komplett biologisch abbaubar, sie absorbieren Schweiß gut und überstehen problemlos Waschgänge bei bis zu 60 Grad. Sie sind meist relativ dünn und daher nicht für kalte Untergründe geeignet. Ohne Noppen aus Naturkautschuk sind die Matten ziemlich rutschig – das solltest du im Hinterkopf haben. Auch sie kannst du problemlos als Strandlaken zweckentfremden.

Für wen geeignet?

Die natürlichen Hanf- oder Flachsmatten eignen sich für so ziemlich jeden Yogastil. Voraussetzung: Sie sind an der Unterseite mit Noppen versehen, damit man nicht hin und her rutscht. Sie passen gut ins Reisegepäck, du könntest sie prima in einem indischen Yoga-Tempel ausrollen.

Top-Marken für diese Variante: Grüne Erde, Pranajaya Yogawear.

Yogamatten aus Recyclingmaterial

Das Angebot an Yogamatten, die aus recycelten Materialien gefertigt sind, wächst rasant. Die meisten Modelle bestehen aus benutztem Naturkautschuk, Schaumstoffresten oder anderem Kunststoff-Unrat wie PET-Flaschen oder Fischernetzen.

Auch wenn sie sich in ihren Grundstoffen unterscheiden, einiges haben sie gemeinsam: sie sind rutschfest, flexibel und du kannst sie mit einem feuchten Lappen fix reinigen. Sie sind im Nu klein zusammengerollt und auch nicht allzu schwer. Achte beim Kauf jedoch unbedingt darauf, dass sie keine Weichmacher oder andere potentiell schädliche Stoffe enthalten.

Frau liegt auf rosa Sportmatte

Empfehlung

Die ressourcenschonenden Yogamatten aus Recyclingmaterial sind echte Allrounder. Sie sind super für Anfänger, weil man gut auf ihnen haftet und sie selbst stabil auf dem Untergrund liegen. Sie überleben jede PowerYoga-Einheit – ganz egal, wie viel Schweiß sie abbekommen. Natürlich passen sie auch für Veganer und sie sehen wirklich nie nach benutzt & recycelt aus.

Diese Hersteller zeigen das ganz deutlich: Gymbella, Fitbeast, Hejhej.

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