Veganer Fischersatz | Die besten Alternativen zu Lachs, Thunfisch und Co.

Veganer Fischersatz bestand lange vor allem aus Möhrenlachs und Tofu-Fischstäbchen. Inzwischen ist die Auswahl deutlich größer: Im Kühlregal findet man verschiedene pflanzliche Alternativen zu Räucherlachs, Thunfisch, Fischstäbchen, Backfisch und ganzen Filets. Dazu kommen Kaviar aus Algen, Feinkostsalate und erste Produkte auf Basis von fermentiertem Pilzprotein.

Von einem Massenmarkt kann man allerdings noch nicht sprechen. Pflanzliche Fisch- und Meeresalternativen erreichten in Deutschland 2025 einen Marktanteil von unter 1% und bilden damit weiterhin die kleinste Kategorie unter den pflanzlichen Ersatzprodukten. Dennoch: Die Vielfalt des heutigen Sortiments zeigt, wie stark sich Rohstoffbasis und Technologie weiterentwickelt haben.

Doch welches Produkt eignet sich wofür?
Und muss veganer Fisch überhaupt möglichst exakt wie das Original schmecken?

Veganer Fischersatz im schnellen Überblick

VEGANE ALTERNATIVE TYPISCHE GRUNDLAGEN BESONDERS GUT GEEIGNET FÜR
Räucherlachs-Alternative Pflanzenprotein, Stärke, Pflanzenöl, Algen Brot, Bagel, Brunch, Sushi
Thunfisch-Alternative Erbsen, Ackerbohnen, Soja, Weizen, Algen Salate, Pizza, Pasta, Sandwiches
Fischstäbchen Reis-, Weizen-, Erbsen- oder Sojaprotein Familiengerichte, Bowls, Burger
Backfisch Pflanzenprotein, Panade, Pflanzenöl Brötchen, Kartoffelgerichte, Ofengerichte
Fischfilet Pilz-, Soja-, Weizen- oder Erbsenprotein Pfanne, Ofen, Grillpfanne
Garnelen und Calamari Konjak, Stärke oder pflanzliche Gele Curry, Pasta, Tapas, Salate
Veganer Kaviar Meeresalgen und Geliermittel Fingerfood, Vorspeisen, Sushi
Fischsalate und Aufstriche Pflanzenprotein, Gemüse, Öl, Gewürze Brot, Sandwiches, schnelle Snacks

Welche vegane Fischalternative passt zu welchem Gericht?

Welche vegane Fischalternative passt zu welchem Gericht?

Der beste Fischersatz ist nicht automatisch das Produkt, das optisch am stärksten an Fisch erinnert. Entscheidend ist vielmehr, welchen Part der Fisch im jeweiligen Gericht übernimmt.

Für ein belegtes Brötchen sind Raucharoma, salzige Würze und eine weiche Konsistenz wichtig.
In einem Thunfischsalat zählt dagegen eine faserige oder leicht stückige Struktur.
Bei Fischstäbchen und Backfisch erzeugen vor allem Panade, Brataromen und die passende Sauce das vertraute Gesamtbild.

Wer Fischersatz nach Einsatzzweck auswählt, wird deshalb meist schneller fündig als bei der Suche nach der einen perfekten Kopie.

Veganer Räucherlachs → für Brunch, Brot + Sushi

Veganer Räucherlachs → für Brunch, Brot + Sushi

Pflanzliche Räucherlachsalternativen gehören mittlerweile zu den häufigsten Fischersatzprodukten. Es gibt dünne Scheiben für Brot und Bagel, stückige Varianten sowie Produkte, die eher an einen Lachsaufstrich erinnern.

Das typische Aroma entsteht meist durch eine Kombination aus Rauch, Salz, Säure, Dill und Algen. Die Grundlage kann aus Reis- oder Hülsenfruchtprotein, Stärke, Pflanzenöl oder Gemüse bestehen. Entsprechend unterschiedlich fällt die Konsistenz aus: Manche Sorten sind weich und glatt, andere deutlich fester oder faseriger.

Besonders gut funktionieren die Produkte dort, wo Räucherlachs mit weiteren kräftigen Zutaten kombiniert wird:

  • auf einem Bagel mit veganem Frischkäse
  • auf dunklem Brot mit Meerrettich
  • in Sushi und Poké Bowls
  • zum Brunch mit Dill, Zitrone und Kapern
  • in einer cremigen Pasta

Aktuell erhältlich sind beispielsweise Räucherlachsalternativen von Handelsmarken sowie von BettaF!sh, KRONEN und weiteren Herstellern. BettaF!sh verwendet für seine Lachs- und Thunfischalternativen unter anderem europäische Meeresalgen sowie Proteine aus Ackerbohnen und Erbsen.

Möhrenlachs als einfache Alternative

Selbst gemachter Möhrenlachs ist keine exakte Kopie von Räucherlachs, funktioniert aber erstaunlich gut als würziger Brotbelag. Dünne gegarte Möhrenscheiben werden dafür mit Nori, Rauchsalz oder Flüssigrauch, Zitronensaft und etwas Öl mariniert.

Der Vorteil: Die Zutaten sind günstig, gut verfügbar und leicht anzupassen. Wer eine proteinreiche Alternative sucht, ist mit einem Produkt auf Hülsenfrucht-, Soja- oder Pilzproteinbasis aber natürlich besser bedient.

Veganer Thunfisch → der vielseitigste Fischersatz

Veganer Thunfisch → der vielseitigste Fischersatz

Thunfischalternativen sind besonders praktisch, weil das Original in vielen Gerichten ohnehin zerkleinert verwendet wird. Eine pflanzliche Variante muss daher kein vollständiges Filet imitieren, sondern vor allem saftig, würzig und leicht faserig sein.

Je nach Produkt kommen Erbsen, Ackerbohnen, Soja, Weizen, Pflanzenöle und Algen zum Einsatz. Manche Varianten werden in Dosen oder Gläsern angeboten, andere liegen gekühlt im Supermarktregal. Das Sortiment umfasst inzwischen unter anderem Produkte von BettaF!sh, Garden Gourmet, Unfished und verschiedenen Handelsmarken. Die konkrete Auswahl unterscheidet sich allerdings deutlich nach Händler und Standort.

Veganer Thunfisch eignet sich besonders für:

  • Pizza mit Zwiebeln und Oliven
  • Pasta mit Tomaten oder Kapern
  • Thunfischsalat ohne Fisch
  • Sandwiches und Wraps
  • gefüllte Tomaten oder Paprika
  • Reis- und Nudelsalate

Tipp! Für eine schnelle selbst gemachte Variante lassen sich zerdrückte Kichererbsen mit Mayonnaise, Senf, Zitronensaft, Nori, Zwiebeln und Kapern vermengen. Das schmeckt nicht exakt wie Dosenthunfisch, übernimmt aber dieselbe herzhafte und cremige Funktion im Gericht.

Vegane Fischstäbchen → nah am vertrauten Klassiker

Vegane Fischstäbchen → nah am vertrauten Klassiker

Bei Fischstäbchen ist die Umstellung besonders einfach. Form, Panade und Zubereitung bleiben nahezu gleich, während der innere Kern aus Pflanzenprotein statt Fisch besteht.

Aktuelle Produkte basieren unter anderem auf Reis-, Weizen- oder anderen Pflanzenproteinen. Sie werden wie herkömmliche Fischstäbchen in der Pfanne, im Backofen oder in der Heißluftfritteuse zubereitet. Vivera und Iglo gehören zu den Marken, die entsprechende Alternativen im deutschen Handel anbieten.

Dazu passen die gleichen Beilagen wie beim Original:

  • Kartoffelbrei und Gurkensalat
  • Kartoffeln und Spinat
  • Remoulade und Salat
  • ein weiches Brötchen mit Gurke
  • eine Bowl mit Reis und Gemüse

Gerade bei panierten Produkten muss die Fischähnlichkeit nicht perfekt sein. Eine knusprige Hülle, milde Würze und eine saftige Füllung reichen häufig aus, um das bekannte Gericht neu zu interpretieren.

Fischstäbchen aus Tofu selbst machen

Auch fester Tofu lässt sich gut verwenden. Dafür wird er in Stäbchen geschnitten, mit Zitronensaft, Sojasauce und Nori gewürzt und anschließend paniert. Der Geschmack ist weniger originalgetreu als bei vielen Fertigprodukten, dafür lassen sich Zutaten und Würzung vollständig selbst bestimmen.

Veganer Backfisch → unkompliziert + vielseitig

Veganer Backfisch ist besonders vielseitig einsetzbar.

Backfischalternativen bestehen meist aus einer milden pflanzlichen Füllung mit knuspriger Panade. Sie eignen sich vor allem für Gerichte, bei denen Fisch nicht allein im Mittelpunkt steht.

Besonders stimmig sind sie:

  • im Backfischbrötchen
  • mit Kartoffelsalat
  • zu Ofenkartoffeln und Remoulade
  • in einem veganen Fischburger
  • zu Erbsenpüree und Gemüse

Im deutschen Einzelhandel finden sich inzwischen sowohl viele vegane Fischstäbchen als auch größere panierte Backfischstücke, z. B. bei REWE oder von LIDLs Eigenmarke Vemondo.

Pflanzliche Fischfilets → die spannendste Entwicklung

Pflanzliche Fischfilets → die spannendste Entwicklung

Lange waren ganze vegane Fischfilets kaum erhältlich. Inzwischen versuchen mehrere Hersteller, nicht nur den Geschmack, sondern auch die typische Schichtung und das saftige Mundgefühl von Fisch nachzubilden.

Vivera bietet beispielsweise pflanzliche Filets nach Lachs-Art an. Revo Foods geht technologisch noch einen Schritt weiter und verwendet für seine Filetalternativen fermentiertes Pilzprotein. Das Unternehmen bietet sowohl ein von Lachs inspiriertes Filet als auch die Weißfischalternative El Blanco an. Letztere enthält neben Mykoprotein auch Öl aus Mikroalgen mit DHA und EPA sowie zugesetzte Vitamine.

Solche Produkte zeigen, in welche Richtung sich der Markt entwickelt: weg von einfachen Gemüse- oder Stärkemassen und hin zu klar erkennbaren Proteinstrukturen, die sich braten, portionieren und als Mittelpunkt eines Gerichts servieren lassen.

Pflanzliche Filets passen perfekt zu:

  • Ofengemüse und Kartoffeln
  • Couscous oder Reis
  • Zitronensauce und grünem Gemüse
  • asiatischen Marinaden
  • Pasta und cremigen Saucen

Noch sind solche Filets meist teurer und weniger flächendeckend erhältlich als Fischstäbchen oder Thunfischalternativen. Sie sind aber die wohl beste Option für alle, die kein paniertes Produkt, sondern ein eigenständiges, gesundes Hauptgericht suchen.

Vegane Garnelen, Calamari + Meeresfrüchte

Vegane Garnelen, Calamari + Meeresfrüchte

Pflanzliche Garnelen und Calamari sind in Deutschland weiterhin eher Nischenprodukte. Sie bestehen häufig aus Stärke, Konjak oder anderen Zutaten, die eine elastische und leicht feste Konsistenz erzeugen.

Geschmacklich leben sie stark von Marinade und Zubereitung. Knoblauch, Chili, Zitrone, Algen und kräftige Saucen sorgen dafür, dass sie besonders gut in Pasta, Currys, Salaten oder Tapas funktionieren.

Die Verfügbarkeit schwankt stärker als bei Lachs- und Thunfischalternativen. Das passt zur allgemeinen Marktentwicklung: Pflanzliche Meeresprodukte bleiben bislang eine kleine Kategorie, in der Sortimente schneller wechseln als bei Milch- oder Fleischalternativen.

Wer kein passendes Fertigprodukt findet, kann für viele Gerichte auch Kräuterseitlinge verwenden. In Scheiben geschnitten und kräftig angebraten liefern sie zwar keinen typischen Meeresgeschmack, aber eine angenehm feste Konsistenz.

Veganer Kaviar aus Algen

Veganer Kaviar aus Algen

Algenkaviar gehört zu den ältesten Fischalternativen und wird heute noch in gut sortierten Supermärkten sowie im Feinkosthandel angeboten. Die kleinen Perlen bestehen nicht aus Fischeiern, sondern meist aus Algenextrakten, Wasser, Salz und Geliermitteln.

Sie eignen sich gut:

  • auf kleinen Blinis
  • zu veganem Frischkäse
  • auf Sushi
  • als Dekoration für Vorspeisen
  • zu Kartoffelrösti
  • für festliches Fingerfood

Im Gegensatz zu vielen anderen Fischalternativen muss Algenkaviar keine komplexe Faserstruktur nachbilden. Dadurch kommt er seinem tierischen Vorbild optisch und bei der Verwendung vergleichsweise nahe. Empfehlen können wir den veganen Kaviar von Cavi-Art* – dezenter Geschmack + authentische Konsistenz.

Vegane Fischsalate + Aufstriche

Vegane Fischsalate + Aufstriche

Eine weitere schnell wachsende Produktruppe sind fertige Salate, Aufstriche und Produkte in Sauce. Dazu gehören Thunfischsalate, Fischalternativen in Tomatensauce und cremige Brotaufstriche.

Sie sind weniger puristisch als ein Filet, lassen sich dafür direkt verwenden und passen gut zu Brot, Sandwiches oder schnellen Mittagessen. Im aktuellen REWE-Sortiment finden sich beispielsweise veganer Fisch in Tomatensauce und ein Thunfischsalat ohne Fisch.

Vor allem bei diesen Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung. Manche enthalten eine relevante Proteinquelle, andere bestehen überwiegend aus Sauce, Öl, Stärke oder Gemüse.

Woraus besteht veganer Fischersatz?

Woraus besteht veganer Fischersatz?

Es gibt keine einheitliche Grundzutat. Hersteller kombinieren unterschiedliche Rohstoffe, je nachdem, ob das Produkt weich, faserig, elastisch oder knusprig werden soll.

1. Pflanzenproteine

Soja-, Weizen-, Erbsen-, Reis- und Ackerbohnenprotein geben vielen Produkten Struktur. Sie eignen sich besonders für Thunfischalternativen, Stäbchen und Filets.

2. Algen

Nori und andere Meeresalgen liefern einen salzigen Geschmack, der an Meer und Fisch erinnert. Sie werden als Gewürz, Bestandteil einer Marinade oder direkte Produktzutat eingesetzt. BettaF!sh verwendet beispielsweise europäische Meeresalgen in seinen Lachs- und Thunfischalternativen.

3. Stärke + Geliermittel

Kartoffel-, Mais- oder Tapiokastärke sowie Konjak und andere Geliermittel stabilisieren die Konsistenz. Sie kommen besonders häufig bei glatten Lachsimitaten, Garnelen, Kaviar und anderen Meeresfrüchten zum Einsatz.

4. Pflanzenöle

Raps-, Sonnenblumen- oder andere Öle sorgen für Saftigkeit und ein weicheres Mundgefühl. Einige neuere Produkte enthalten zusätzlich Mikroalgenöl als Quelle für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA. Algenöl ist jedoch nicht automatisch in jedem Produkt enthalten, das mit Meeresalgen hergestellt wird.

5. Pilzprotein

Mykoprotein entsteht durch Fermentation und besitzt von Natur aus eine faserige Struktur. Dadurch eignet es sich gut für größere Filets. Revo Foods nutzt fermentiertes Myzel als Hauptzutat seiner von Fisch inspirierten Filetprodukte.

So findest du den passenden Fischersatz

So findest du den passenden Fischersatz

Ein kurzer Blick auf die Vorderseite der Verpackung reicht meistens nicht. Entscheidend ist, was du mit dem Produkt vorhast.

Für möglichst viel Fischgeschmack

Achte auf Algen, Raucharoma, Dill, Zitrone und eine kräftige, salzige Würzung. Besonders bei Räucherlachs- und Thunfischalternativen prägen diese Zutaten den Geschmack.

Für eine gute Proteinquelle

Prüfe die Nährwerttabelle und die Reihenfolge der Zutaten. Produkte auf Basis von Soja, Erbsen, Ackerbohnen, Weizen oder Mykoprotein liefern häufig mehr Eiweiß als Varianten, die hauptsächlich aus Stärke, Öl oder Gemüse bestehen.

Für eine einfache Zubereitung

Fischstäbchen und Backfisch sind besonders unkompliziert. Sie lassen sich direkt aus dem Kühl- oder Tiefkühlregal zubereiten und mit vertrauten Beilagen kombinieren.

Bei Allergien + Unverträglichkeiten

Fischersatz kann Soja, Weizen und damit Gluten enthalten, aber es gibt ja auch Produkte aus Erbsen, Ackerbohnen, Reis, Algen oder Pilzprotein. Aussagen wie „sojafrei“ oder „glutenfrei“ sollten immer direkt auf der Verpackung überprüft werden.

Für Sushi

Dünne Räucherlachsalternativen, marinierter Tofu, Avocado und Möhrenlachs eignen sich besonders gut. Für Nigiri oder Sashimi ist eine feste, sauber schneidbare Konsistenz wichtiger als für Makirollen.

Ist veganer Fischersatz automatisch gesund?

Ist veganer Fischersatz automatisch gesund?

Nein. Fischersatz ist zunächst eine kulinarische Alternative, aber nicht automatisch ein gleichwertiger Ersatz für alle Nährstoffe aus Fisch.

Produkte unterscheiden sich deutlich bei Protein, Salz, Fett, Jod, Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren. Ein aktueller Labortest des NDR untersuchte deshalb vegane Alternativen zu Räucherlachs, Thunfisch und Fischstäbchen unter anderem auf ihren Jodgehalt. Auch die Verbraucherzentralen kommen zu dem Ergebnis, dass die Nährwerte stark vom einzelnen Produkt abhängen.

Als gelegentliche Abwechslung können viele Produkte problemlos Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Wer Fisch dauerhaft ersetzt, sollte die Versorgung mit Jod, Protein und langkettigen Omega-3-Fettsäuren jedoch unabhängig vom Ersatzprodukt im Blick behalten.

Ist veganer Fischersatz nachhaltiger?

Ist veganer Fischersatz nachhaltiger?

Pflanzlicher Fischersatz kommt natürlich ohne direkten Fischfang aus. Dadurch werden für das konkrete Produkt weder Zielfische gefangen noch andere Meerestiere durch Beifang getötet.

Das ist relevant, denn nach der umfassenden Bestandsbewertung der Welternährungsorganisation FAO wurden 2025 weltweit 35,5 Prozent der untersuchten Fischbestände als überfischt eingestuft. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass gut geführtes Fischereimanagement deutliche Verbesserungen erzielen kann. Fisch ist daher nicht pauschal problematisch; Fanggebiet, Art und Bewirtschaftung spielen eine wichtige Rolle.

Auch pflanzlicher Fischersatz ist nicht automatisch klimaneutral. Rohstoffe müssen angebaut oder fermentiert, Zutaten verarbeitet, Produkte gekühlt und Verpackungen hergestellt werden. Ein einfaches selbst gemachtes Produkt aus Möhren, Kichererbsen oder Tofu kann deshalb mit weniger Verarbeitung auskommen als ein aufwendig strukturiertes Fertigfilet.

Der grundlegende Vorteil bleibt: Für den Genuss eines Fischgerichts muss kein Fisch aus dem Meer oder einer Aquakultur entnommen werden.

Kaufen oder selber machen?

Veganen Fischersatz kaufen oder selber machen?

Beides hat seine Berechtigung. Fertige Alternativen sind besonders praktisch, wenn Konsistenz, Aussehen und schnelle Zubereitung wichtig sind. Das gilt vor allem für Filets, Fischstäbchen, Backfisch und Thunfischprodukte.

Selbst gemachte Varianten sind günstiger und lassen sich individuell würzen. Besonders einfach gelingen:

Möhrenlachs mit Nori und Raucharoma
Kichererbsen-Thunfisch mit Kapern und Zitrone
Tofu-Fischstäbchen mit Nori-Panade

Nicht jede DIY-Version muss Fisch perfekt imitieren. Oft reicht es, dieselbe Funktion im Gericht zu übernehmen.

Fazit | Die Auswahl ist größer, aber der Einsatzzweck entscheidet

Fazit vegane Fischersatzprodukte | Die Auswahl ist größer, aber der Einsatzzweck entscheidet

Veganer Fischersatz ist heute deutlich vielfältiger als noch vor wenigen Jahren. Neben bekannten Stäbchen und Räucherlachsscheiben gibt es inzwischen Thunfisch aus Hülsenfrüchten und Algen, panierte Backfischalternativen sowie ganze Filets aus Pflanzen- oder Pilzprotein.

Trotzdem ist nicht jedes Produkt für jedes Gericht geeignet. Während Fischstäbchen und Backfisch vor allem über Panade und Würzung überzeugen, müssen Lachs- und Thunfischalternativen bei Konsistenz und Meeresaroma mehr leisten. Innovative Filets zeigen, wie stark sich der Markt technologisch weiterentwickelt, sind aber noch nicht überall erhältlich.

Am besten funktioniert veganer Fischersatz deshalb nicht als pauschale Kopie, sondern als gezielt ausgewählte Zutat: Räucherlachs für den Bagel, Thunfisch für den Salat, Fischstäbchen für den Familienklassiker und ein pflanzliches Filet für das besondere Hauptgericht.


Häufige Fragen zu veganem Fischersatz

FAQ 1 | Was ist veganer Fischersatz?

Veganer Fischersatz bezeichnet pflanzliche Produkte, die Geschmack, Aussehen, Konsistenz oder Verwendung von Fisch und Meeresfrüchten nachahmen. Sie können unter anderem aus Hülsenfrüchten, Soja, Weizen, Reis, Algen, Stärke, Gemüse oder Pilzprotein bestehen.

FAQ 2 | Welcher vegane Fischersatz schmeckt besonders ähnlich?

Das hängt stark vom Gericht und vom persönlichen Geschmack ab. Panierte Fischstäbchen und Backfischalternativen kommen dem gewohnten Gesamterlebnis häufig besonders nahe, weil Panade, Brataromen und Sauce einen großen Teil des Geschmacks ausmachen. Bei Räucherlachs und Thunfisch sind Algen, Würzung und Konsistenz entscheidend.

FAQ 3 | Wo kann man veganen Fischersatz kaufen?

Viele Supermärkte und große Lebensmittelhändler führen inzwischen eine kleine Auswahl im Kühl- oder Tiefkühlregal. Weitere Produkte gibt es in veganen Onlineshops, Biomärkten und direkt bei spezialisierten Herstellern. Das Angebot unterscheidet sich regional und kann sich kurzfristig ändern.

FAQ 4 | Gibt es veganen Fischersatz ohne Soja?

Ja. Einige Produkte verwenden stattdessen Erbsen, Ackerbohnen, Reis, Weizen, Algen oder Pilzprotein. Wer Soja meiden muss, sollte trotzdem stets die Zutaten- und Allergenkennzeichnung prüfen.

FAQ 5 | Ist veganer Fischersatz glutenfrei?

Nicht grundsätzlich. Viele Fischstäbchen, Backfischprodukte und andere Alternativen enthalten Weizen oder Weizengluten. Daneben gibt es Produkte ohne Weizen, beispielsweise auf Basis von Hülsenfrüchten, Reis, Algen oder Pilzprotein. Maßgeblich ist die jeweilige Verpackungsangabe.

FAQ 6 | Enthält veganer Fischersatz Omega-3?

Manche Produkte enthalten Omega-3-Fettsäuren aus Raps-, Lein- oder Mikroalgenöl, viele jedoch nicht in relevanter Menge. Besonders DHA und EPA sollten nicht automatisch vorausgesetzt werden. Entscheidend sind Zutatenliste und Nährwertangaben.

FAQ 7 | Welcher Fischersatz eignet sich für Sushi?

Für Makirollen eignen sich Möhrenlachs, dünne Räucherlachsalternativen, marinierter Tofu oder feste pflanzliche Filets. Für Nigiri sollte das Produkt stabil genug sein, um in dünne Scheiben geschnitten und auf Reis gelegt zu werden.


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