Vegane und vegetarische Fleischersatz Produkte & Fleischalternativen im Test

Pflanzliche Fleischalternativen in Deutschland

Die Bolognese mit Soja-Hack und das Gulasch aus Jackfrucht – Das Geschäft mit vegetarischen & veganen Fleischalternativen boomt und die Aktien fleischloser Unternehmen schnellen regelmäßig in die Höhe. Und das, obwohl der Anfang mit Sellerieschnitzeln von vielen belächelt und als vorübergehende Modeerscheinung abgetan worden war.

Warum essen Veganer Ersatzprodukte?

Inzwischen sollte jedoch auch dem letzten Grillmeister klar sein, dass der Verzicht auf Fleisch weit mehr ist als ein kurzweiliger Trend. Es ist für viele Menschen eine Lebenseinstellung, für die sie sich aus ganz unterschiedlichen Gründen entschieden haben. Bei einigen ist es der Tierschutz, bei anderen stehen Klima und Umwelt im Vordergrund. Wieder andere kriegen davon einfach nichts mehr runter, weil sie beim Anblick eines Steaks automatisch das kleine Hängebauchschwein von der Streichelwiese vor Augen haben.

Was auch immer der Grund ist, er ist zu respektieren. Es ist ok, wenn man bei der Grillparty eine Scheibe Halloumi auf den Rost legt, Bratwürste aus Weizeneiweiß genießt und sich einen Grillburger aus Erbsenpatties baut.
Es gibt genügend Vegetarier und Veganer, die nicht den würzig deftigen Geschmack von Fleisch ablehnen, sondern einfach auf Tierisches verzichten möchten.
Sie wollen Fleisch ohne Fleisch. Und genau für diese wachsende Gruppe stehen nun immer mehr pflanzliche alternative Proteinquellen zur Verfügung.

Die beliebtesten hiervon präsentieren wir dir gleich. Vorab gibt es noch ein paar Fakten für dich.

 

Veganen Fleischersatz und Wurstersatz online kaufen

In diesen Online Supermärkten kannst Du vegane Fleischalternativen und Wurstalternativen bestellen:

Wie viele Vegetarier & Veganer gibt es in Deutschland?

Laut dem aktuellen Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ernährten sich letztes Jahr in Deutschland 5 % vegetarisch und 1 % vegan. 28 % der Befragten gaben an, dass sie jeden Tag Wurst oder Fleisch essen. Der Report wird seit 2016 jedes Jahr von dem Bundesministerium veröffentlicht. Die Grundlage hierfür ist eine Meinungsumfragen unter 1.000 Deutschen.

plant-based, vegan
Pflanzenbasierte Ernährung gewinnt immer mehr Anhänger

Andere Organisationen schätzen die Anzahl der Pflanzenköstler weit höher ein. Die meisten gehen davon aus, dass es bereits mindestens jeder achte Deutsche (etwa 10 %) ist, der komplett auf Fleisch verzichtet und der Prozentsatz an Veganern bei 4 liegt.

Wahrscheinlich ist es irgendwas dazwischen. Fest steht, dass die Zahl der Vegetarier und Veganer in Deutschland in den letzten Jahren deutlich angestiegen und jüngst zumindest konstant ist. Darüber hinaus möchte jeder dritte zukünftig weniger Fleisch essen. Im vergangenen Jahr gab es mit 55 % bereits einen sehr hohen Wert an Flexitariern.

Was sind Flexitarier?

Als Flexitarier bezeichnet man Menschen, die generell weniger Fisch, Fleisch und Wurst verzehren und Mahlzeiten ganz bewusst ohne tierische Lebensmittel zubereiten. Außerdem achten Flexitarier in besonderem Maße auf die Qualität tierischer Nahrungsmittel und setzen verstärkt auf regionale und Bio-Produkte. Ihr Anteil wächst in Deutschland seit einigen Jahren in Folge an.

Was ist Vleisch?

Mit Vleisch ist vegetarisches oder veganes Fleisch gemeint. V = vegetarisch, vegan und leisch = Fleisch

Veganer & vegetarischer Fleisch- und Wurstersatz

Handel und Industrie bestimmen, was bei den Menschen auf den Tisch kommt – Das ist eine bekannte Behauptung, die sicher nur in Teilen zutrifft.
Im Fall der fleischfreien Ersatzprodukte konnte man zumindest anderes beobachten: Dort war es ein Wechselspiel aus anschwellender Verbrauchernachfrage und zunehmendem Innovationswillen von Unternehmen. Dies hat zu dem heutigen Angebot für Veganer und Vegetarier geführt.

Veganer Wurstersatz
Veganer Wurstersatz – Schmeckt wie Fleisch ist aber keins

Die Verbrauchergruppen, die vermehrt Fleischloses nachfragt, ist vor allem jungen bis mittleren Alters, vornehmlich weiblich und sie reicht von der Schülerin aus Kaiserslautern bis hin zur Top-Managerin aus Frankfurt am Main.

Und auch die Gruppe der Unternehmen in diesem Segment ist recht divers. Während es in den Anfängen vor allem kleine Start-ups waren, die sich an Fleischersatzprodukten versuchten, sind es jetzt immer mehr große Firmen. Unter ihnen befinden sich nicht nur globale Lebensmittelkonzerne, die ohnehin fast die gesamte Bandbreite im Bereich Food & Beverage abdecken (z. B. Nestlé), sondern auch nationale Traditionsunternehmen der Fleischindustrie.

Prominentes Beispiel ist die Firma Rügenwalder, die zwar immer noch ihre bekannten Wurstwaren herstellt, ihr Angebot aber stetig um pflanzliche Innovationen erweitert. Dies geschieht ganz zur Freude der Kundschaft; sie dankt es dem Unternehmen mit steigenden Absatzzahlen.

Warum gibt es überhaupt Fleischersatz?

Die einfach Antwort darauf lautet: Weil eine enstprechende Nachfrage vorhanden ist. Woher diese Nachfrage jedoch kommt, ist das eigentlich Entscheidende.

Im Einführungstext haben wir bereits kurz darauf hingewiesen: Die Gründe, warum immer mehr Menschen auf Fleisch oder komplett auf tierische Lebensmittel verzichten, sind sehr vielfältig. Zu den häufigsten zählen sicher: Tierschutz, Gesundheit, Klima- und Umweltschutz.
Warum? Das erfährst du nun.

Tierschutz

Mit der Industrialisierung, die in den meisten westlichen Staaten für mehr Wohlstand sorgte, ging eine steigende Nachfrage nach Fleisch einher. Um diese zu decken, entwickelte sich der Großteil der Fleischindustrie sukzessive zu einer regelrechten Abfertigung von Tierleben im Akkord: Die Tiere werden mit Kraftfutter in kurzer Zeit herangezogen, verbringen ihren Alltag zusammengepfercht auf engstem Raum in Ställen mit einem Minimum an Lichteinfall und dann endet ihr Leben schließlich viel zu früh auf einer Schlachtbank.

Schwein
(Noch) glückliches Schwein

Dass es sich hierbei nicht um ein trauriges Einzelschicksal, sondern um gelebte Praxis vieler konventioneller Großbetriebe handelt, ist inzwischen durch Fernseh- und Social-Media-Beiträge deutlich geworden. Dies hat zahlreiche Menschen dazu veranlasst, der Fleischtheke den Rücken zu kehren.

Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, dass es immer mehr Landwirte gibt, die einen ganz anderen Weg einschlagen: Sie ziehen ihre Tiere mit viel Liebe auf, bespaßen sie mit Spielzeug und verfüttern Erzeugnisse aus ökologischem Anbau. Das Vieh verbringt den Großteil oder sogar den ganzen Tag im Freien und erlebt ein würdiges schnelles Ende direkt auf dem Hof.

Diese Art der extensiven Tierhaltung verbreitet sich insbesondere in den Industrieländern. In Schwellenländern dagegen, wo die Nachfrage seit einigen Jahren extrem stark ansteigt und wo ein Großteil der globalen Fleischproduktion und -Verarbeitung stattfindet, sind fast ausschließlich intensive Haltungsformen anzutreffen.
In China werden zum Beispiel ganze Hochhäuser gebaut, in denen Schweine zusammengepfercht auf kleinstem Raum darauf warten, auf den Tellern der einheimischen Bevölkerung zu landen.

Gesundheit

Fleisch und Erzeugnisse daraus sind nicht per se ungesund. Je nachdem um welches spezifische Produkt es sich handelt, enthält Fleisch wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Proteine. Geflügelfleisch ist zudem noch besonders fettarm und eigent sich daher gut bei einer bewussten Ernährung.

Obst
Es muss nicht immer Obst und Gemüse sein.

Schweinefleisch gerät dagegen immer mehr in die Kritik; vor allem solches, das stark bearbeitet wurde und aus konventionellen Betrieben stammt. Durch häufigen Verzehr dieses Fleisches steigt zum Beispiel das Risiko, an Darm- oder Prostatakrebs zu erkranken.

Zudem scheint es als erwiesen, dass helles Fleisch gesünder als rotes ist und dass es vor allem die Intensität der Verarbeitung ist, die Fleisch zu einem eher ungesunden Lebensmittel macht.

Darüber hinaus wirkt sich die Art der Tierzucht maßgeblich auf die Qualität von Fleisch aus. Stammen die Produkte aus Bio-Betrieben, in denen die Tiere ein Leben mit wenig Stress (Stressfaktoren sind z. B. Enge, wenig Tageslicht, Kämpfe mit Artgenossen), viel frischem Futter und ohne den Einsatz überflüssiger Medikamente führten, ist die Nährstoffzusammensetzung der Fleischerzeugnisse besser.

Menschen mit Entzündungskrankheiten wie Rheuma sollten grundsätzlich auf rotes Fleisch verzichten und anderes nur ein geringen Mengen verzehren.

Wenn man also nicht komplett auf Fleisch und Wurst verzichten möchte oder kann, sollte man zumindest auf Bio-Produkte zurückgreifen und diese nicht jeden Tag konsumieren.

Klima- und Umweltschutz

Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung sollten die Auswirkungen eines hohen Fleischkonsums auf Klima & Umwelt in den Grundzügen bekannt sein. Die negativen Folgen sind sehr komplex; wir konzentrieren uns an dieser Stelle auf die wichtigsten Zusammenhänge.

Friday
Fridays for Future

Rinder stoßen bei ihrer Verdauungsvorgängen hohe Mengen an Methan aus. Experten gehen davon aus, dass das Treibhausgas 25 mal schädlicher ist als CO2 und die Erderwärmung maßgeblich beschleunigt. Allein in Deutschland wurden 2019 fast 12 Millionen Rinder gehalten. Schweine stoßen pro Tier zwar weniger Emissionen aus, doch hier macht es die Menge: Landwirte hielten 2019 etwa 26 Millionen Schweine.
Hinzu kommen die natürlichen Emissionen, die andere Zuchttiere verursachen sowie jener Ausstoß, der durch Haltung, Fütterung, Schlachtung, Transport, Weiterverarbeitung etc. verursacht wird. Etwa die Hälfte der Emissionen aus der Landwirtschaft gehen auf das Konto der Tierzucht.

Apropos Fütterung: Gerade in der intensiven Landwirtschaft sind Soja und sein Schrot die Futtermittel Nummer eins. Allein Deutschland importiert pro Jahr mehrere Millionen Tonnen davon. Der Anbau findet überwiegend in Südamerika statt. Hierfür werden immer mehr Wälder zerstört und damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Das Artensterben hat nicht erst seit kurzem ein erschreckendes Ausmaß angenommen.
Zudem werden Böden unfruchtbar und die Rückstände von Pestiziden & Co. sickern in das Grundwasser und verschmutzen es.

Du möchtest mehr über Artenschutz erfahren? Hier kannst du alles zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt nachlesen. Herausgeber ist das Bundesumweltministerium.

Naturschutz

Ein weiteres Problem stellt die Überdüngung mit Gülle dar. In der intensiven Landwirtschaft hinterlassen die Zuchttiere Unmengen davon. Ein Teil davon kann auf die Felder aufgebracht werden, ein anderer müsste jedoch kostenpflichtig entsorgt werden. Um dies zu vermeiden, schütten viele Landwirte (natürlich nicht alle!) zu hohe Mengen auf die Ackerflächen.
Problem hierbei: Die Gülle enthält viel Nitrat und Antibiotika-Rückstände. Diese sickern durch die Böden ins Grundwasser und verschmutzen beides.

Seit vielen Jahren überschreitet Deutschland die zulässigen Nitrat-Grenzwerte und muss hierfür regelmäßig hohe Geldstrafen an die Europäische Kommission zahlen. Trotz zahlreicher Proteste u. a. von Politikern und Umweltaktivisten ist ein Ende dieser Praxis nicht in Sicht.

Welche veganen Fleisch- & Wursterzeugnisse gibt es?

Wer es einfach und ganz natürlich haben will, der kann sich Zuhause ganz leicht selbst einen veganen Fleischersatz zaubern.
Dafür brauchst du lediglich Knollensellerie, Mehl, Wasser, Salz und Semmelbrösel. Du schneidest eine dicke Scheibe vom Sellerie ab, tunkst sie in die Schüssel mit einem Mehl-Wasser-Gemisch und bedeckst sie mit Semmelbröseln, bevor das Knollenstück in der Pfanne goldbraun angebraten wird. Einfach, lecker, gesund, vegan und mit ein bisschen gutem Willen schmeckt es fast wie ein Schnitzel.

Sellerie
Sellerie als Grundlage für “Fleisch ohne Fleisch”

Ab und an ist das Sellerie-Schnitzel sicher ein schönes Gericht, doch es gibt in den Bio- und Supermärkten sowie in vielen Online Shops inzwischen eine umfangreiche Auswahl an veganen Fleischalternativen, die den tierischen Originalen in Geschmack und in Konsistenz noch näher kommen.

Unterscheiden kann man dabei zwischen solchen Produkten wie Tofu, Tempeh oder Seitan, die einfach eine gute pflanzliche Protein-Alternative zu Fleisch darstellen und solchen, die nicht als veganes Rohmaterial daherkommen, sondern z. B. zu Bockwurst, zu Kochschinken oder zu Fleischsalat verarbeitet wurden. Letztere Gruppe schauen wir uns nun genauer an.

Inhaltsstoffe & Produkte

Um vegane Fleischersatz-Produkte herzustellen, verwenden die meisten Unternehmen diese Lebensmittel als Basis:

  • Weizen
  • Süßlupinen
  • Erbsen
  • Kichererbsen
  • Sojabohnen
  • Linsen
  • Bohnen
  • Grünkern
  • Haferflocken
  • Jackfruit
  • Pilze
  • Bananenblüte

Mit Ausnahme von Weizen, Bananenblüten und Jackfrucht (Jackfruit) enthalten diese Nahrungsmittel allesamt viel Protein. Um daraus Alternativen zu Wurst und Fleisch herzustellen, werden sie entweder komplett verarbeitet oder lediglich einzelne Bestandteile davon genutzt (z. B. Weizeneiweiß).

Jackfrucht
Jackfrucht als gesunder Fleischersatz

Natürlich müssen der Basiszutat noch einige Gewürze und andere Nahrungsmittel beigemengt werden. Sehr häufig sind dies  Zwiebeln, pflanzliche Öle, Knoblauch, Essig, Salz, Zucker sowie Pflanzenextrakte wie Rote Beete für eine fleischähnliche Färbung.

Zu den beliebtesten Produkten, die es schon fix & fertig zu kaufen gibt, zählen diese:

  • Vegane Bratwurst aus Pilzen und Weizeneiweiß
    (gibt es u. a. von Hiel – Vegetarische Feinkost)
  • Veganer Leberkäse aus Weizeneiweiß und Soja
  • Veganer Gemüse-Bratling aus Lupine (ohne Soja)
  • Veganes Dönerfleisch aus Weizeneiweiß (Anbieter z. B. Wheaty)
  • Veganes Hack aus Soja (kannst du bei Lidl oder Rewe kaufen)
  • Veganer Burger Patty aus Jackfrucht und Kichererbsen
  • Veganes Gulasch aus Sojaeiweiß
  • Vegane Salami aus Linsen
  • Veganes Hähnchen Schawarma aus Soja

Vegetarischer Ersatz zu Wurst & Fleisch

Im Unterschied zu den veganen Alternativen ist den vegetarischen häufig noch Ei oder Milcheiweiß als Bindemittel zugesetzt.
Die Basiszutaten decken sich meist mit denen der veganen Ersatzprodukte und so besteht ein Großteil von diesen aus Soja, Jackfrucht, Bohnen usw. Hierzu kannst du dir noch einmal die Liste oben anschauen.

Dies sind unter anderem die beliebtesten vegetarischen Wurst- & Fleischprodukte:

  • Vegetarischer Burger Patty aus Weizenprotein und Soja (ohne Gentechnik)
  • Vegetarische Teewurst aus Sojaprotein
  • Vegetarischer Räucherspeck aus Weizeneiweiß
  • Vegetarische Mortadella aus Ei
  • Vegetarisches Cordon Bleu aus Soja mit veganem Schinken
  • Vegetarische Frikadelle aus Linsen und Bohnen
  • Vegetarisches Chili sin Carne aus Sojaschnetzeln (Sojabohnen aus europäischem Anbau)
  • Vegetarisches Geschnetzeltes aus Bananenblüten
  • Vegetarische Chicken Nuggets aus Pilzen
Pflanzliches Fleisch aus Soja
Pflanzliches Fleisch aus Soja

Es gibt nicht den einen Bio-Laden oder den einen Online-Store, der all diese veganen und vegetarischen Fleischerzeugnisse anbietet. Es gibt jedoch eine Reihe von Onlineshops, die einen Großteil hiervon führen. In der Regel kannst du dort auch nach veganen und vegetarischen Produkten filtern.

Ein sehr guter Online Store mit einem umfangreichen Sortiment an Fleisch-ohne-Fleisch-Produkten ist zum Beispiel alles-vegetarisch.de.

Ist vegetarisches & veganes Fleisch gesund?

Seriös kann man auf diese Frage keine pauschale Antwort geben.
Warum? Weil man sich das jeweilige Produkt immer genau anschauen muss. Die Zutatenlisten unterscheiden sich zum Teil immens: Manche führen nur drei oder vier Positionen auf und bei anderen Artikeln sind es um die 20 Inhaltsstoffe. Darunter finden sich nicht selten Farbstoffe, viel Zucker und (zu) hohe Mengen an Salz. Ist dies der Fall, kann man natürlich nicht mehr von einem gesunden Nahrungsmittel sprechen – vegetarisch hin oder her.

Dann gibt es aber auch jene vegetarischen & veganen Fleischalternativen, die aus wenigen natürlichen Zutaten bestehen. Sie stammen alle aus biologischem Anbau und Salz sowie Zucker sind nur in geringen Mengen vorhanden. Solch ein Produkt ist ein gesunder Proteinlieferant, der sich natürlich auch für Kinder eignet und ganz sicher besser ist als ein Stück Fleisch aus intensiver Tierzucht.

Pilze als Rohstoff für vegane Fleischalternativen
Pilze als Rohstoff für vegane Fleischalternativen

Du solltest grundsätzlich einen Blick auf die Zutatenliste deiner Lebensmittel werfen. Schließlich kannst du nur so erkennen, ob du etwas Gesundes vor dir hast oder eher etwas, das du dir nur manchmal gönnen oder komplett von deiner Einkaufsliste streichen solltest.

Darüber hinaus sollten Veganer darauf achten, genügend Vitamin B12 zu sich zu nehmen. Mit Ausnahme von Algen kommt das wichtige Vitamin nämlich nur in tierischen Nahrungsmitteln, vor allem in Wurst und Fleisch, vor. Vitamin B12 ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber unbedingt benötigt. Veganern wird daher empfohlen, ihren Vitamin-B12-Bedarf durch Supplements zu decken.

Vegetarisches Fleisch selber machen

Online findest du viele Anleitungen, wie du pflanzlichen Fleischersatz selbst herstellen kannst. Die Rezepte sind meist sehr einfach und man benötigt nur wenige Zutaten. Du musst also wirklich keine Küchenfee sein, um dir ein gesundes veganes Hack oder eine vegetarische Streichwurst zu zaubern.

Für die meisten Rezepte brauchst du lediglich eine halbwegs gute Küchenmaschine. Hochpreisige Küchengeräte wie zum Beispiel einen Thermomix kannst du zu Hilfe nehmen, er ist für die Zubereitung aber alles andere als ein Muss.

Nun kann dein Appetit entscheiden. Ist dir nach einer saftig herzhaften Frikadelle aus Haferflocken? Oder stehst du eher auf vegetarische Chicken Nuggets aus Sojabohnen?

Füttere einfach deine bevorzugte Suchmaschine mit dem Stichwort und schon stellt dir das Netz eine Reihe kostenloser Rezepte zur Verfügung. Wir haben uns schon einmal ein bisschen umgeschaut und können dieses Video von Sternekoch Nelson Müller empfehlen. Ganz fix bereitet der Küchen-Sympath einen veganen Burger zu.

Video-Anleitung und Rezept: Sternekoch N. Müller macht einen veganen Burger

Bekannte Marken und Anbieter für Fleischersatzprodukte

Wie zuvor bereits kurz angesprochen, gibt es ganz unterschiedliche Firmen, die sich auf dem Markt für pflanzliche Fleischalternativen herumtummeln. Da gibt es das kreative, kleine Start-up aus Tel Aviv, das Familienunternehmen aus Deutschland oder auch den globalen Mischkonzern, der das Trend-Thema nur nebenher mitnimmt.

Diese Liste zeigt dir einige nationale & internationale Marken, die am fleischlosen Markt schon jetzt oder in Zukunft kräftig mitmischen könnten:

  • Amidori
  • Beyond Meat
  • Garden Gourmet
  • Impossible Foods
  • LikeMeat
  • Marudai Food Co.
  • Mushlabs
  • Nestlé
  • Next Level Meat
  • NH Foods
  • Quorn
  • Rügenwalder
  • Supermeat
  • Vantastic Foods

Veganes & vegetarisches Fleisch kaufen

Einige Fleischersatzprodukte findest du bei Discountern wie Aldi (vegetarisches Burger Patty) und Lidl (veganes Hack) sowie in manchen Supermärkten. In der Regel stößt du bei Rewe auf ein recht großes Sortiment.

Die umfangreichste Auswahl bietet dir jedoch das Netz.
Es gibt zahlreiche gute Online-Shops, welche dir die Ersatzprodukte kühl und häufig sogar versandkostenfrei nach Hause liefern. Bei den meisten kannst du wirklich deinen kompletten veganen oder vegetarischen Wocheneinkauf erledigen. Von Hanfmilch über veganen Eiersatz bis hin zu vegetarischem Lachs ist häufig alles vorrätig.

Online Shops

Online Shops, in denen Du vegane Ersatzprodukte bestellen kannst, findest Du oben in diesem Artikel.

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