Kurzüberblick | Warum Glycin als Süßungsmittel interessant ist
Glycin ist eine körpereigene Aminosäure mit mild süßlichem Geschmack, die im Gegensatz zu Zucker keinen relevanten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat.
Anders als klassische Süßstoffe ist Glycin kein isolierter Geschmacksstoff, sondern ein biologisch aktiver Nährstoff mit belegten Effekten auf Stoffwechsel, Schlaf und Bindegewebe.
Genau diese Kombination macht Glycin-Pulver zu einem zunehmend diskutierten Element für eine bewusste Ernährung.
Inhaltsverzeichnis
- Kurzüberblick | Warum Glycin als Süßungsmittel interessant ist
- Was ist Glycin?
- Glycin als Süßungsmittel | Ernährungsphysiologische Einordnung
- Wirkung im Körper, wissenschaftlich belegt
- Lebensmittel mit Glycin | Natürliche Quellen
- Vorteile + mögliche Nachteile von Glycin als Süßungsmittel
- Vergleich | Glycin + andere Süßungsmittel
- Fazit
- Weiterführende wissenschaftliche Quellen
Was ist Glycin?
Glycin ist die einfachste proteinogene Aminosäure und Bestandteil zahlreicher Strukturen im menschlichen Körper. Es ist an der Bildung von Kollagen, Enzymen, Neurotransmittern und Glutathion beteiligt.
Chemisch gehört Glycin nicht zu den Kohlenhydraten, was für seine Bewertung als Süßungsmittel entscheidend ist.
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+ rein, ohne Zusätze
Trotzdem besitzt Glycin einen klar wahrnehmbaren, angenehmen Süßgeschmack. Die Süßkraft liegt bei etwa 60–70 % im Vergleich zu Haushaltszucker, jedoch ohne dessen metabolische Nachteile.
Wesentliche Eigenschaften von Glycin
✔️ keine Zuckerstruktur, keine Glukose
✔️ kalorienarm im Vergleich zu Zucker
✔️ wasserlöslich und hitzestabil
✔️ kein bitterer oder kühlender Nachgeschmack
Glycin als Süßungsmittel | Ernährungsphysiologische Einordnung
Im Gegensatz zu Zucker wird Glycin nicht über die klassischen Glukose-Stoffwechselwege verstoffwechselt und führt daher nicht zu schnellen Blutzucker- oder Insulinspitzen. Studien zeigen sogar, dass Glycin die Insulinantwort nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten positiv beeinflussen kann.
In der Praxis wird Glycin meistens in Pulverform eingesetzt, da sich die Süße so gezielt dosieren lässt.
Typische Anwendungen
- Kaffee, Tee und Kakao
- Proteinshakes und Smoothies
- Joghurt, Quark oder Porridge
- Backwaren mit reduzierter Süße
Der Geschmack bleibt dabei weich und natürlich, ohne die typischen sensorischen Nachteile vieler Zuckerersatzstoffe.
Wirkung im Körper, wissenschaftlich belegt
Wie immer mehr Forschungsarbeiten nachweisen, kann Glycin im Körper mehrere Bereiche positiv beeinflussen.
||| Blutzucker + Stoffwechsel
Mehrere Humanstudien zeigen, dass Glycin:
- den postprandialen Blutzuckeranstieg nicht erhöht
- die Insulinsekretion unterstützen kann
- entzündliche Stoffwechselmarker reduziert
Diese Effekte erklären, warum Glycin häufig im Zusammenhang mit metabolischer Gesundheit untersucht wird.
||| Nervensystem + Schlaf
Glycin wirkt als inhibitorischer Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Besonders gut belegt ist der Einfluss auf den Schlaf. Glycin kann:
- die Einschlafzeit verkürzen
- die subjektive Schlafqualität verbessern
- die Tagesmüdigkeit reduzieren
Diese Wirkung tritt unabhängig von der süßenden Eigenschaft auf.
||| Haut, Kollagen + Bindegewebe
Etwa ein Drittel des körpereigenen Kollagens besteht aus Glycin. Entsprechend relevant ist Glycin für:
- Hautelastizität
- Stabilität von Bindegewebe
- Regeneration von Sehnen und Gelenken
Lebensmittel mit Glycin | Natürliche Quellen
Glycin kommt natürlicherweise vor allem in protein- und kollagenreichen Lebensmitteln vor. Besonders hoch ist der Gehalt dort, wo viel Bindegewebe enthalten ist.
Top-10 Lebensmittel mit hohem Glycin-Gehalt | Liste
- Gelatine (Pulver oder Blätter)
- Schweineschwarte
- Knochenbrühe (lang gekocht)
- Rindersehnen und bindegewebsreiche Fleischstücke
- Hühnerhaut
- Schweinebauch
- Fischhaut
- Rindfleisch (bindegewebsreich)
- Hülsenfrüchte (v. a. Sojabohnen)
- Eier (v. a. Eiweiß)
Für eine gezielte Süßung von Speisen und Getränken sind diese Lebensmittel jedoch ungeeignet. Deshalb wird in der Praxis nahezu ausschließlich Glycin-Pulver* verwendet.
Glycin-Pulver vs. natürliche Lebensmittel
Während glycinreiche Lebensmittel ernährungsphysiologisch sinnvoll sind, ist die enthaltene Glycinmenge stark variabel und nicht kontrollierbar. Zudem spielt ihre Süßwirkung praktisch keine Rolle.
Glycinpulver bietet dagegen:
- definierte Dosierung
- gleichbleibende Qualität
- neutrale Anwendung ohne Fremdaromen
- gute Löslichkeit und Hitzestabilität
Vorteile + mögliche Nachteile von Glycin als Süßungsmittel
Glycin vereint Eigenschaften, die bei Süßungsmitteln selten gemeinsam auftreten.
Vorteile
- kaum Einfluss auf den Blutzucker
- kein bitterer oder künstlicher Geschmack
- zahnfreundlich
- zusätzliche Effekte auf Schlaf, Stoffwechsel und Bindegewebe
Mögliche Nachteile/Nebenwirkungen
Glycin gilt als sehr sicher. Bei sehr hohen Dosierungen können vereinzelt auftreten:
- leichte Übelkeit
- Müdigkeit
- weicher Stuhl
Bei üblichen Mengen zur Süßung sind diese Effekte selten.
Vergleich | Glycin + andere Süßungsmittel
| Eigenschaft | Zucker | Erythrit | Stevia | Glycin |
| Süßkraft | hoch | mittel | sehr hoch | mittel |
| Blutzucker | hoch | minimal | keiner | minimal |
| Geschmack | neutral | kühlend | oft bitter | mild |
| Kalorien | hoch | 0 | 0 | gering |
| Zusatznutzen | – | – | – | Stoffwechsel, Schlaf |
Fazit
Glycin ist kein klassischer Zuckerersatz, sondern eine biologisch aktive Aminosäure mit milder Süße. Als Süßungsmittel überzeugt Glycin durch Blutzuckerneutralität, gute Verträglichkeit und zusätzliche gesundheitliche Effekte.
Besonders Glycinpulver eignet sich für Menschen, die bewusst süßen möchten, ohne auf künstliche Süßstoffe zurückzugreifen.
Weiterführende wissenschaftliche Quellen
- Yamadera et al., Journal of Sleep Research (2007)
- Gannon et al., American Journal of Clinical Nutrition (2002)
- Wang et al., Nutrition & Metabolism (2013)
- Meléndez-Hevia et al., Amino Acids (2009)
- National Institutes of Health (NIH): Glycine overview
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