Schokolade ohne Kakao | ChoViva + die Zukunft des Naschens

Klar, Schokolade ohne Kakao klingt erst einmal strange. Fast wie Kaffee ohne Kaffeebohnen oder Käse ohne Milch. Aber genau solche Produkte zeigen gerade, wohin sich nachhaltiger Konsum entwickeln könnte: weniger Verzicht, mehr clevere Alternativen.

ChoViva ist eine dieser neuen Ideen. Die kakaofreie Schokoladenalternative sieht schokoladig aus, schmeckt schokoladig und wird inzwischen in immer mehr Snacks, Riegeln, Waffeln und Süßwaren eingesetzt. Der Unterschied: Statt Kakaobohnen nutzt ChoViva vor allem gemahlene Sonnenblumenkerne und innovative Verarbeitungsschritte.

Das ist nicht nur ein Foodtrend. Es ist auch ein spannender Blick darauf, wie junge Unternehmen versuchen, Genuss, Klimaschutz und Ressourcenschonung besser zusammenzubringen.

ChoViva kurz erklärt

🍫 FRAGE 🍫 ANTWORT
Was ist ChoViva? ChoViva ist eine kakaofreie Schokoladenalternative.
Woraus besteht sie? Vor allem aus gemahlenen Sonnenblumenkernen, je nach Rezeptur ergänzt durch weitere Zutaten.
Ist ChoViva echte Schokolade? Nein. Rechtlich und fachlich ist es eine Schokoladenalternative, keine klassische Schokolade.
Ist ChoViva vegan? ChoViva selbst kann in veganen Rezepturen eingesetzt werden. Ob ein fertiges Produkt vegan ist, hängt aber vom Gesamtprodukt ab.
Warum ist das nachhaltig? Der Rohstoff kommt ohne Kakaobohnen aus und soll je nach Rezeptur deutlich weniger CO₂ verursachen als vergleichbare Schokolade.

Warum überhaupt Schokolade ohne Kakao?

Warum gibt es überhaupt Schokolade ohne Kakao?

Kakao ist ein besonderer Rohstoff. Er sorgt für den typischen Schokoladengeschmack, die dunkle Farbe und feine Röstaromen. Genau deshalb klingt Schokolade ohne Kakao erst einmal ungewohnt.

Lieferkette + Anbau

Das Problem liegt natürlich nicht im Geschmack, sondern in der Herkunft. Kakao wächst vor allem in tropischen Regionen, ein großer Teil kommt aus Westafrika. Dort belasten Klimawandel, schwankende Ernten, niedrige Einkommen, Entwaldung und schwer nachvollziehbare Lieferketten den Anbau. Seit vielen Jahren spitzt sich diese Situation zu und ein Weiter-so ist keine Option.

Die Europäische Union hat etwa mit der EU-Entwaldungsverordnung reagiert: Kakao wird inzwischen genauer reguliert. Unternehmen müssen künftig detaillierter nachweisen, woher der Rohstoff kommt und ob er entwaldungsfrei produziert wurde.

Neuer Schoko-Ansatz

Das heißt natürlich nicht, dass Kakao grundsätzlich schlecht ist. Hochwertige Schokolade, die mit fairen Preisen, guten Arbeitsbedingungen, transparenten Lieferketten und Umweltschutz im Anbauland einhergeht, sollte weiterhin ohne Reue in Maßen genossen werden können.

Nicht jedes Produkt mit Schokogeschmack braucht allerdings zwingend echten Kakao. In Riegeln, Waffeln, bunten Erdnüssen oder Dominosteinen geht es oft vor allem um Farbe, Schmelz, Süße und ein rundes Aroma. Genau hier wird ChoViva spannend: nicht als Ersatz für hochwertige Schokolade, sondern als kakaofreie Alternative für viele alltägliche Schoko-Momente.

Was ist ChoViva genau?

Was ist ChoViva Schokolade genau?

ChoViva ist keine Schokolade im klassischen Sinn, sondern eine kakaofreie Alternative mit schokoladigem Geschmack. Statt Kakaobohnen werden vor allem Sonnenblumenkerne verarbeitet. Durch Rösten, Fermentation und weitere Prozessschritte entsteht ein Aroma, das an Schokolade erinnert.

Die Idee dahinter ist ziemlich clever: ChoViva will nicht unbedingt die edle 85-Prozent-Bitterschokolade ersetzen, bei der es auf Kakaoherkunft, Röstprofil und feine Aromatik ankommt. Viel interessanter ist der Einsatz in Alltagsprodukten.

Also in Dingen wie:

Riegeln
Waffeln
Knusperhäppchen
bunten Erdnüssen
Müsli
Gebäck
Dominosteinen
Snackcups

Hier zählt nicht nur „Kakao-Aroma pur“, sondern das Zusammenspiel aus Crunch, Süße, Fett, Röstaromen und Schmelz. Genau in solchen Produkten kann eine kakaofreie Alternative erstaunlich gut funktionieren.

Das Unternehmen hinter ChoViva | Planet A Foods

Das Unternehmen hinter ChoViva | Planet A Foods

Hinter ChoViva steht Planet A Foods, ein Foodtech-Unternehmen aus Planegg bei München. Gegründet wurde es 2021 von den Geschwistern Dr. Sara Marquart und Dr. Maximilian Marquart. Sara Marquart kommt aus der Lebensmitteltechnologie und Biotechnologie, Maximilian Marquart bringt unter anderem Ingenieur- und B2B-Erfahrung mit.

Was Planet A Foods besonders interessant macht: Das Unternehmen versteht ChoViva nicht als kleine Öko-Nische, sondern als industrielle Zutat für große Marken und Handelsunternehmen. Auf der ChoViva-Produktübersicht finden sich inzwischen Produkte und Kooperationen mit Marken und Händlern wie JOKOLADE, Schulte Feingebäck, Rewe, Penny, Aldi, Lidl, Kaufland, Kölln, Rossmann, Treets, Nestlé und weiteren Partnern.

Das ist ein extrem wichtiger Punkt, denn nachhaltige Innovationen verändern den Alltag selten, wenn sie nur als teure Spezialprodukte im Nischenregal bleiben. Spannend wird es, wenn sie in Produkten auftauchen, die Menschen ohnehin kaufen.

Wie nachhaltig ist ChoViva?

Wie nachhaltig ist ChoViva?

ChoViva ist vor allem aus Klimasicht interessant. Nach Angaben von ChoViva verursacht die Milch-Rezeptur 2,8 Kilogramm CO₂e pro Kilogramm, während die Vergleichsbasis für Milchschokolade bei 10,6 Kilogramm CO₂e pro Kilogramm liegt. Das entspricht laut Hersteller einer Reduktion von 73,6 Prozent. Je nach Rezeptur nennt ChoViva Einsparungen von rund 72 bis 86 Prozent gegenüber vergleichbaren Schokoladenrezepturen.

Wichtig ist aber die saubere Einordnung. ChoViva macht Süßigkeiten logischerweise nicht automatisch gesund. Viele Produkte enthalten weiterhin Zucker, Fett, Nüsse, Getreide, Füllungen oder Überzüge. Nachhaltiger heißt hier also nicht: Iss unbegrenzt davon.

Der eigentliche Punkt ist ein anderer. Wenn wir ohnehin naschen, könnten Zutaten mit geringerem Klima- und Rohstoffdruck sinnvoll sein. Besonders dann, wenn sie in Produkten eingesetzt werden, bei denen echter Kakao geschmacklich nicht die Hauptrolle spielt.

Wie schmeckt ChoViva?

Wie schmeckt die Kakaoalternative ChoViva?

Der Geschmack ist schokoladig, rund und oft leicht nussig-röstig. Nicht identisch mit klassischer Schokolade, aber näher dran, als man bei „Sonnenblumenkerne statt Kakao“ erwarten würde.

Am besten funktioniert ChoViva dort, wo noch andere Texturen und Aromen dazukommen:

knuspriger Dinkel
Erdnüsse
Haselnüsse
Cerealien
Waffeln
Lebkuchen
Fruchtfüllung
Karamellnoten

Wer eine feinherbe Single-Origin-Schokolade sucht, wird ChoViva vermutlich nicht als Ersatz sehen. Wer aber Lust auf einen modernen Snack mit Schoko-Vibe hat, kann ziemlich positiv überrascht werden.

5 spannende ChoViva-Produkte zum Bestellen

🍫 PRODUKT 🍫 DARUM SO INTERESSANT
share Dinkel Pops Riegel mit ChoViva* Ein veganer Snackriegel mit gepufftem Dinkel und kakaofreier Schokoladenalternative. Perfekt für unterwegs, Büro oder Uni – ein unkomplizierter, leckerer Crunch-Riegel.
Jeden Tag Bunte Erdnüsse mit ChoViva* Bunte Erdnüsse sind ein gutes Beispiel für Alltagssüßigkeiten mit neuer Rohstofflogik. Diese bestehen aus Erdnüssen mit kakaofreier Schokoladenalternative und buntem Zuckerüberzug.
K’s Soul Food Kitchen Nervennahrung ChoViva* Kleine Getreide-ChoViva-Häppchen für alle, die gern süß und knusprig snacken. Besonders passend als Geschenk- oder Schreibtischprodukt, weil der Spaßfaktor hoch ist und die Innovation nebenbei mitschwingt.
JOKOLADE mit karamellisierten Haselnüssen und knusprigen Cerealien* Eine der tollsten Varianten, weil Haselnuss, Crunch, Salz und kakaofreie Schokoladenalternative sehr gut zusammenpassen. Die Tafel ist vegan und setzt auf ChoViva mit Sonnenblumenkernmehl.
Schulte Dominosteine mit ChoViva* Besonders originell, weil ein sehr traditionelles Produkt neu gedacht wird. Lebkuchen, Fruchtfüllung, Persipan und eine dunkle schokoladige Hülle auf Sonnenblumenkernbasis zeigen, dass ChoViva nicht nur bei Riegeln funktioniert.

Ist ChoViva besser als Schokolade?

Ist ChoViva besser als Schokolade?

Nicht pauschal. Und genau das macht die Sache unter anderem auch so interessant.

Für hochwertige dunkle Schokolade mit echtem Kakaoaroma bleibt Kakao schwer zu ersetzen. Eine richtig gute Bitterschokolade lebt von Herkunft, Fermentation, Röstung und feinen Aromanoten. ChoViva spielt in einer anderen Liga.

Man könnte es so sagen: ChoViva ersetzt nicht jede Schokolade. Aber es könnte viele Schoko-Momente nachhaltiger machen.

Das ist ein realistischerer und besserer Anspruch als die Behauptung, Kakao werde plötzlich überflüssig.

Warum das Thema größer ist als ChoViva

Warum das Thema Schokolade ohne Kakao größer ist als ChoViva

ChoViva passt in eine neue Generation von Food-Innovationen. Kakaofreie Schokolade, Kaffee ohne Kaffeebohnen, tierfreie Milchproteine aus Fermentation, kultiviertes Haustierfutter oder neue pflanzliche Fette: Immer mehr Start-ups arbeiten an Produkten, die bekannte Genussmomente neu bauen.

Das ist nicht immer perfekt. Manche Ideen werden scheitern. Manche werden zu teuer bleiben. Manche schmecken am Ende doch nicht gut genug.

Aber die Richtung ist spannend und absolut sinnvoll. Nachhaltigkeit wird dadurch weniger moralisch und mehr erfinderisch. Es geht nicht nur um „du darfst das nicht mehr“, sondern um die Frage: Können wir Produkte entwickeln, die Genuss ernst nehmen und trotzdem weniger Druck auf Klima, Natur und Ressourcen ausüben?

Bei ChoViva lautet die Antwort: ziemlich wahrscheinlich ja.

Fazit | Schokolade ohne Kakao klingt verrückt, ist aber erstaunlich plausibel

Fazit zum Thema Schokolade ohne Kakao

ChoViva zeigt, wie nachhaltiger Konsum in Zukunft öfter aussehen könnte: nicht nach Verzicht, sondern nach klügerem Produktdesign.

Die kakaofreie Schokoladenalternative aus Sonnenblumenkernen ist kein Ersatz für jede hochwertige Schokolade. Aber sie ist eine richtig ressourcenschonende, leckere Lösung für Riegel, Waffeln, Nüsse, Gebäck, Müsli und viele andere Produkte, in denen es vor allem um schokoladigen Geschmack, Schmelz und Snackgefühl geht.

Besonders erfreulich ist auch: Das Thema fühlt sich nicht nach erhobenem Zeigefinger an. Es macht neugierig. Es zeigt, dass Start-ups und Foodtech-Unternehmen echte Ideen entwickeln, um bekannte Genussprodukte ressourcenschonender zu machen.

Und genau deshalb lohnt es sich, ChoViva im Blick zu behalten.

Nicht, weil Kakao morgen verschwindet. Sondern weil die Zukunft des Naschens wahrscheinlich und hoffentlich vielfältiger wird: mit gutem Kakao, besseren Lieferketten und neuen Alternativen, die wir vor ein paar Jahren noch ziemlich verrückt gefunden hätten.


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