Nachhaltige Kollektionen der günstigen Fast Fashion Marken: Fair und ökologisch?

Sustainable UND günstig? Die Öko Fashion Labels und Linien der großen Billigmarken

Fast Fashion liegt noch immer im Trend. Konsumenten können so ihren Stil laufend anpassen und das in rasanter Zeit. Allerdings darf dieses Geschäftsmodell unter dem Blickpunkt Nachhaltigkeit durchaus kritisch beäugt werden.

Wer Fast Fashion dennoch nicht aufgeben möchte, hat jedoch die Möglichkeit, Eco Lines zu bevorzugen. Hierbei werden ökologische Aspekte berücksichtigt, um den grünen Gedanken zumindest ein Stück weit weiter zu tragen.

Wir haben uns 11 Kollektionen großer Modebetriebe angesehen und unser Resümee gezogen.

Was ist Fast Fashion?

Bevor wir uns mit den unterschiedlichen Kollektionen beschäftigen, gilt es zunächst die Frage zu klären, was Fast Fashion überhaupt ist. Viele haben bereits davon gehört und manche unterstützen das Geschäftsmodell, ohne es überhaupt zu wissen.
Fast Fashion ist ein Geschäftsmodell, das aus dem Textilhandel stammt. Typisch ist, dass die Kollektionen stetig geändert werden. Auf diese Weise können die Looks der Stars und Sternchen schnell nachgeahmt und in den Läden zum Verkauf angeboten werden.

In der Regel handelt es sich dabei um Massenware, bei der Quantität vor Qualität kommt. Als besonders problematisch wird Fast Fashion angesehen, weil es die sogenannte „Wegwerfgesellschaft“ unterstützt. Kritiker verbinden mit dem Begriff automatisch einen unökologischen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Dass es auch anders geht, zeigen die Eco Lines, die wir uns heute anschauen.

11 günstige nachhaltige Mode Kollektionen der großen Fast Fashion Marken

Kollektionen, die Nachhaltigkeit versprechen, gibt es viele. Auch hier müssen Konsumenten genau hinschauen und notfalls aussortieren. Wir haben uns ökologische Kollektionen großer Anbieter angesehen und auf Tauglichkeit getestet.

ASOS Responsible Edit

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ASOS ist bekannt dafür, die neuesten Trends anzubieten. Der Kollektionswechsel erfolgt auch hier regelmäßig und zügig. Allerdings hat sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, Kunden zukünftig leichter zu nachhaltigen Produkten zu verhelfen. Das klappt mit einem Filter, der während der Suche bedient werden kann.

Bei der Beurteilung fließen Fairness gegenüber den Mitarbeitern, die an der Prozesskette beteiligt sind, und recycelbare sowie nachhaltige Materialien mit ein. Zudem setzt sich ASOS dafür ein, dass die Umweltbelastung durch Denim reduziert wird.

H&M Conscious Collection

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Dabei handelt es sich nicht um eine neue Idee. Die sogenannten Conscious Kleidungsstücke sind schon länger etabliert. Besonders toll ist, dass die Stücke, die aus nachhaltigen Materialien bestehen, das ganze Jahr über im Sortiment sind. Grüne Conscious-Anhänger weisen Kunden den Weg. Natürlich bekommt nicht jeder Artikel diesen Anhänger. Voraussetzung ist, dass mindestens 50 % nachhaltige Materialien enthalten sind.

Eine Ausnahme ist jedoch recycelte Baumwolle, die aus Qualitätsgründen höchstens 20 % ausmacht. Zudem hat sich H&M mit seiner Linie zur Aufgabe gemacht, die Fairness gegenüber den Produzenten und Mitarbeitern zu berücksichtigen.

Arket von H&M

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Die Marke Arket wurde im Jahr 2017 von H&M ins Leben gerufen. Hier steht Nachhaltigkeit im Vordergrund und der Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft. Die kleinen Stücke des Labels sind deutlich teurer, nach Auskunft der Anbieter aber auch langlebiger und haltbarer. Auf diese Weise soll es gelingen, die Artikel länger tragbarer zu machen.

ZARA Join Life

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Auch ZARA hat das Ziel, sich Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben. Das gelingt mit verschiedenen Ansätzen. Zum einen werden nachhaltige oder recycelbare Materialien bei der Produktion herangezogen. Zudem betont der Hersteller, soziale Projekte zu unterstützen.

Darüber hinaus gibt es ein Altkleidersammelprogramm, um die Lebensdauer von Kleidungsstücken zu verlängern. Nicht zuletzt wird erwähnt, dass sowohl der Onlineshop als auch die Filialen nachhaltiger und umweltfreundlicher gestaltet werden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben dafür spezielle Programme ins Leben gerufen.

MANGO Commited Collection

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Wo ZARA ist, darf auch MANGO nicht fehlen. Seit dem Jahr 2017 erscheint zweimal jährlich die Committed Collection. Dafür kommen ökologische, nachhaltige und recycelte Fasern zum Einsatz.

Bio Baumwolle, Better Cotton und innovative Materialien wie Refibra bieten die Grundlage. Refibra entsteht übrigens aus Baumwollresten und Holzstoffen. Alle Materialien sind nach Angaben des Herstellers zertifiziert. Die Kollektionen fallen in der Regel schlicht aus.

Zalando Small Steps Big Impact

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Zalando besitzt eine riesige Auswahl an nachhaltigen Kleidungsstücken. Mit der Aktion Zalando Small Steps Big Impact sollen diese nun noch einfacher gefunden werden. Mit bequemen Filteroptionen gelingt es Kunden, ökologisch wertvolle Marken und Artikel ausfindig zu machen. So können zukünftig noch mehr Labels unterstützt werden, die sich für die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung einsetzen.

Topshop Considered

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Schuhe

Das internationale Modehaus Topshop hat den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit und weniger Verschwendung ebenfalls gehört. Die Reaktion: eine vegane Schuhkollektion, die mit dem PETA Siegel ausgestattet ist. Hier wurde auf jedes Detail geachtet. Die in Spanien gefertigten Schuhe werden nur mit einem 100 % tierfreien Klebstoff behandelt. Die Verpackung ist ebenfalls vollständig vegan.

Kleidung

Wo wir gerade beim Thema Topshop sind, nicht nur Schuhe, sondern auch Kleidung wird hier mit Bedacht angeboten. Das Unternehmen gibt an, die Considered-Stücke umweltfreundlicher herzustellen. Dazu verhelfen Materialien, die einen geringeren ökologischen Fußabdruck produzieren.

Auch innovative Herstellungsmethoden und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Lieferanten unterstützen das Vorhaben. Die Produkte enthalten mindestens 50% Bio-Baumwolle, 50% nachhaltige Viskose oder 20% Recyclingmaterial.

Urban Outfitters RENEWAL

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RENEWAL verfolgt ein sehr spezielles Konzept. Ein Team sucht Kleidungsstücke bei einem speziell ausgewählten Recycling-Partner aus und bietet sie anschließend zum Verkauf an. So wird die Lebensspanne von Kleidungsstücken deutlich erhöht und einzigartige sowie seltene Vintage-Mode wird wieder an den Mann oder die Frau gebracht.

Massimo Dutti Join Life

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Dieses Label setzt sich ebenfalls für mehr Nachhaltigkeit ein. Die Kleidungsstücke werden aus nachhaltigen oder recycelten Materialien gefertigt, und zwar in besonders schonenden Verfahren. Altkleidercontainer in den Filialen unterstützen einen weiteren Lebenszyklus von Kleidungsstücken, die ansonsten ein vorzeitiges Ende gefunden hätten.

Zudem liegt das Augenmerk auf ökoeffizienten Shops, die ebenfalls einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unterstützen.

C&A Wear the Change

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Die große Modehauskette C&A setzt sich ebenfalls für einen bewussten Umgang und eine reflektierte Herstellung von Kleidungsstücken ein. Unter dem Motto Wear the Change wird auf nachhaltige und recycelte Materialien gesetzt.

Gleichzeitig werden auch soziale, kulturelle und ökologische Veränderungen in den Fokus genommen. Neben nachhaltigen Fasern spielen auch eine ressourcenschonende Produktion und das Tierwohl bei der ökologischen Linie eine Rolle.

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